Die Meldung Error 3 am Blutdruckmessgerät weist meist auf ein technisches Problem während der Messung hin, oft durch falsche Manschettenanlage, starke Bewegungen oder Störungen beim Druckaufbau. In vielen Fällen lässt sich die Fehlermeldung mit ein paar gezielten Handgriffen sofort beheben und das Gerät funktioniert wieder zuverlässig.
Typisch ist: Die Messung startet, der Manschettendruck baut sich auf, dann bricht das Gerät ab und zeigt Error 3. Je nach Hersteller kann die genaue Bedeutung etwas variieren, doch meistens steht der Fehlercode für eine Störung im Messablauf, etwa undichte Manschette, blockierten Luftschlauch, zu frühe Bewegung des Arms oder ein Problem mit dem Ventil. Wenn du systematisch vorgehst, findest du meist schnell die Ursache und kannst normal weiter messen.
Was Error 3 bei den meisten Blutdruckmessgeräten bedeutet
Bei vielen gängigen Blutdruckmessern steht Error 3 für einen Messfehler, der nicht durch den Blutdruck selbst, sondern durch die Messbedingungen oder das System verursacht wird. Das Gerät konnte keine verwertbare Kurve des Blutflusses im Arm erkennen und bricht deshalb ab.
Je nach Gerät kann Error 3 unter anderem bedeuten:
- starke Bewegungen oder Muskelanspannung während der Messung,
- die Manschette ist falsch angelegt oder rutscht,
- der Schlauch ist abgeknickt, verdreht oder undicht,
- die Manschettengröße passt nicht zum Armumfang,
- Problem mit dem Luftventil oder der Pumpe,
- Stromversorgung instabil (schwache Batterien, Wackelkontakt),
- starker, unregelmäßiger Puls, den das Gerät nicht sauber auswerten kann.
Wichtig ist: Error 3 bedeutet in der Regel keinen medizinischen Notfall, sondern signalisiert dir, dass die Messung technisch nicht gelungen ist. Trotzdem solltest du Fehlbedienung ausschließen, weil falsche Messwerte zu falschen Entscheidungen über Medikamente oder Arztbesuche führen können.
Erster schneller Lösungsweg: So gehst du bei Error 3 systematisch vor
Um nicht im Kreis zu probieren, hilft ein klarer Ablauf. Wenn du die folgenden Schritte nacheinander durchgehst, findest du in den meisten Fällen die Ursache der Fehlermeldung.
Gehe zum Beispiel so vor:
- Messung abbrechen und Gerät ausschalten.
- Arm kurz entspannen, Manschette vollständig lösen und neu anlegen.
- Sitzposition prüfen: aufrecht, Füße nebeneinander, Arm in Herzhöhe ablegen.
- Während der Messung nicht sprechen, nicht bewegen und den Arm locker lassen.
- Schlauch und Manschette auf Knicke, Verdrehungen oder sichtbare Schäden untersuchen.
- Bei erneutem Error 3 Batterien tauschen beziehungsweise Netzteil und Kabel überprüfen.
- Wenn der Fehler bei mehreren Versuchen bleibt, Bedienungsanleitung zu Code 3 prüfen und ggf. Hersteller kontaktieren.
Wenn die Fehlermeldung nach korrekter Wiederholung der Messung verschwindet, kannst du die danach angezeigten Werte in der Regel verwenden. Tritt Error 3 dauerhaft auf, obwohl du alles beachtest, deutet das eher auf einen technischen Defekt hin.
Häufige Ursache: Falsch angelegte Manschette
Eine unpassend sitzende Manschette ist einer der häufigsten Gründe für Messfehler und Fehlercodes. Das Gerät braucht einen stabilen Druckaufbau und eine gut erkennbare Pulswelle, sonst bricht es ab.
Achte bei der Manschette insbesondere auf folgende Punkte:
- Die Unterkante der Manschette liegt etwa 2 bis 3 Zentimeter oberhalb der Ellenbeuge.
- Die Manschette wird so straff angelegt, dass noch ein bis zwei Finger zwischen Arm und Stoff passen.
- Der Schlauch zeigt in Richtung Hand und verläuft mittig auf der Innenseite des Arms, sofern der Hersteller das so vorsieht.
- Die Manschettenbreite passt zum Armumfang; bei sehr kräftigen Oberarmen brauchst du häufig eine größere Ausführung.
Sitzt die Manschette zu locker, pumpt das Gerät zwar, aber der Druck verteilt sich zu stark und die Pulswelle ist kaum erkennbar. Ist sie zu eng oder schief, kann das den Blutfluss ungünstig beeinflussen und ebenfalls Messfehler auslösen. Prüfe im Zweifel mit einem Maßband, ob dein Armumfang im Bereich liegt, der auf der Manschette aufgedruckt ist.
Ruhe und Körperhaltung: Kleine Bewegungen, große Wirkung
Viele Error-3-Meldungen entstehen, weil der Körper während der Messung unruhig ist oder der Arm angespannt bleibt. Die Elektronik des Geräts wertet Druckschwankungen aus, um Herzschläge zu erkennen; zusätzliche Bewegungen stören dieses empfindliche Signal.
Eine stabile Messsituation erreichst du so:
- Setze dich auf einen Stuhl mit Rückenlehne, beide Füße flach auf den Boden.
- Lehne dich an, damit der Oberkörper nicht nach vorne kippt.
- Lege den Arm mit der Manschette auf einen Tisch oder eine Armlehne, sodass der Oberarm ungefähr auf Herzhöhe liegt.
- Lockere bewusst die Schulter und halte den Arm entspannt, nicht aktiv in der Luft.
- Während die Manschette aufpumpt und den Druck ablässt, nicht reden, nicht lachen, nicht am Handy tippen.
Wenn deine Werte häufig schwanken, lohnt es sich, vor der Messung ein bis zwei Minuten ruhig zu sitzen und tief durchzuatmen. So reduzierst du auch den Einfluss von Stress und Anspannung auf den Blutdruckwert selbst.
Schlauch, Ventil und Manschette auf Schäden prüfen
Mechanische Probleme am Blutdruckmessgerät können dazu führen, dass der Druck nicht gehalten wird oder ungewöhnlich schnell abfällt. Das Gerät erkennt dann keine saubere Druckkurve und meldet einen Fehler.
Überprüfe insbesondere diese Punkte:
- Schlauch: Gibt es Knicke, Brüche oder weiche Stellen, aus denen Luft entweichen könnte?
- Steckverbindung: Sitzt der Schlauch fest am Gerät, rastet der Anschluss hörbar ein?
- Manschette: Zeigen sich Risse in den Nähten, Löcher im Stoff oder am inneren Luftkissen?
- Ventil: Hörst du ein konstantes Zischen während oder nach der Messung, obwohl der Druck gehalten werden sollte?
Ein einfacher Test: Lege die Manschette an, starte eine Messung und beobachte, ob sich der Druck vernünftig aufbaut. Wenn die Manschette nicht wirklich fest wird oder rasch wieder weicher erscheint, obwohl der Messvorgang noch läuft, liegt meist ein Leck vor. In solchen Fällen ist oft ein Manschettenwechsel nötig, teilweise bietet der Hersteller passende Ersatzteile an.
Batterien, Netzteil und Stromversorgung als Fehlerquelle
Eine instabile Stromversorgung kann ebenfalls Messabbrüche und Fehlercodes verursachen. Besonders bei batteriebetriebenen Geräten tritt das häufig auf, wenn die Batterien fast leer sind oder es Kontaktprobleme im Batteriefach gibt.
Prüfe bei deinem Blutdruckmessgerät Folgendes:
- Sind die Batterien richtig herum eingelegt (Polarität beachten)?
- Zeigen die Kontakte im Batteriefach Korrosion oder Verfärbungen?
- Leuchtet gegebenenfalls ein Symbol für schwache Batterie im Display?
- Wenn du ein Netzteil verwendest: Sitzt der Stecker fest in der Buchse, fühlt sich das Kabel intakt an?
Ein sinnvoller Test ist, neue Batterien eines bekannten Herstellers einzulegen und das Gerät danach erneut zu verwenden. Wenn die Fehlermeldung dann verschwindet, war die Ursache sehr wahrscheinlich die Stromversorgung. Lässt sich ein Netzteil anschließen, kannst du auch gegenprüfen, ob der Fehler mit Kabelbetrieb verschwindet.
Besonderheiten bei Handgelenk-Blutdruckmessgeräten
Geräte, die am Handgelenk messen, reagieren oft empfindlicher auf Lageveränderungen und Bewegungen als Oberarmgeräte. Der Messpunkt liegt deutlich weiter von der Herzebene entfernt, deshalb spielt die exakte Position des Arms eine große Rolle.
Damit ein Handgelenk-Messgerät stabil misst, kommt es auf diese Punkte an:
- Die Manschette umschließt das Handgelenk straff, aber nicht schmerzhaft.
- Das Gerät befindet sich während der Messung ungefähr auf Herzhöhe.
- Der Unterarm wird entspannt auf einem Tisch oder im Schoß abgestützt.
- Die Hand wird nicht abgeknickt, Finger und Handgelenk bleiben ruhig.
Wenn du merkst, dass Error-Meldungen vor allem bei Messungen am Handgelenk auftreten, lohnt sich eventuell ein Wechsel auf ein Oberarmgerät. Viele Fachgesellschaften empfehlen Oberarmmessungen, weil sie in Alltagssituationen oft stabilere Werte liefern.
Beispiel aus dem Alltag: Error-Meldung während der Morgenroutine
Stell dir vor, du misst morgens vor der Arbeit deinen Blutdruck. Du setzt dich an den Küchentisch, legst die Manschette an, startest das Gerät – und mitten im Aufpumpen ruft jemand aus einem anderen Zimmer, du drehst kurz den Kopf und antwortest. Kurz darauf erscheint Error 3 im Display.
In dieser Situation sind Bewegung des Oberkörpers und Muskelanspannung im Arm sehr wahrscheinlich die Ursache. Die Lösung: Beim nächsten Versuch setzt du dich bequem hin, lehnst dich an, legst den Arm auf den Tisch, atmest ein paar Mal ruhig und sprichst während der Messung nicht. In vielen Haushalten verschwindet die Fehlermeldung genau unter diesen Bedingungen und die Werte lassen sich wieder problemlos ablesen.
Beispiel: Error-Meldung bei älterem Gerät mit verschlissener Manschette
Ein anderes Szenario: Das Blutdruckmessgerät ist bereits viele Jahre im Einsatz, die Manschette wurde unzählige Male an- und abgelegt. In letzter Zeit erscheint der Fehlcode immer häufiger, obwohl der Arm ruhig liegt und die Bedienung unverändert ist.
Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Manschette. Durch wiederholtes Biegen und Festziehen können kleine Risse im inneren Luftkissen oder an den Nähten entstehen. Wenn beim Aufpumpen ein leises Zischen zu hören ist oder die Manschette gefühlt nicht mehr richtig prall wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie undicht ist. In solchen Fällen führt ein Manschettenwechsel häufig dazu, dass das Gerät wieder zuverlässig arbeitet.
Beispiel: Error 3 bei sehr unregelmäßigem Puls
Es kann vorkommen, dass ein Blutdruckmessgerät bei Menschen mit stark unregelmäßigem Herzschlag wiederholt Fehlermeldungen anzeigt. Viele Geräte kommen mit leichten Rhythmusstörungen zurecht, bei ausgeprägten Unregelmäßigkeiten gerät der Algorithmus aber an seine Grenzen.
Wenn während einer Messung immer wieder ein Fehler auftritt, obwohl Manschette, Schlauch und Haltung stimmen, und du vielleicht schon weißt, dass bei dir Herzrhythmusstörungen bestehen, kann das Gerät schlichtweg Schwierigkeiten bei der Auswertung haben. In solchen Fällen ist es wichtig, Blutdruckwerte gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt zu besprechen und zu klären, ob ein spezielles Gerät oder eine andere Messmethode besser geeignet ist.
Wann ein Reset des Geräts sinnvoll ist
Manche Blutdruckmessgeräte verfügen über Einstellungen und gespeicherte Daten, die sich mit der Zeit anhäufen. In seltenen Fällen können Softwarehänger oder Fehlkonfigurationen wiederkehrende Fehlermeldungen begünstigen. Ein Reset kann dann helfen, das Gerät in einen definierten Ausgangszustand zu bringen.
Typische Möglichkeiten sind:
- Gerät vollständig ausschalten, Batterien für einige Minuten entnehmen und anschließend wieder einsetzen.
- Einen vorhandenen Reset-Knopf nutzen (oft mit einem kleinen Loch an der Rückseite, das mit einem dünnen Stift gedrückt werden kann).
- Einstellungen für Datum, Uhrzeit und gespeicherte Nutzerprofile zurücksetzen, sofern die Bedienungsanleitung dies beschreibt.
Nach einem Reset solltest du eine Testmessung unter optimalen Bedingungen durchführen. Bleibt die Fehlermeldung trotzdem bestehen, ist eher von einem mechanischen oder elektronischen Defekt auszugehen.
Typische Bedienfehler, die immer wieder zu Error-Meldungen führen
Bestimmte Gewohnheiten sorgen im Alltag immer wieder dafür, dass Blutdruckmessgeräte abbrechen. Diese Fehler lassen sich gut vermeiden, wenn du sie einmal bewusst kennst.
Zu den häufigsten Stolperfallen gehören:
- Messung direkt nach körperlicher Anstrengung, ohne kurze Ruhephase.
- Kaffee, Nikotin oder große Mahlzeiten unmittelbar vor der Messung.
- Gespräch während des Messvorgangs oder gleichzeitige Nutzung von Handy oder Tablet.
- Arm in der Luft halten, statt ihn abzustützen.
- Manschette über dicker Kleidung anlegen, etwa über Pulloverärmeln.
- Mehrere Messungen direkt hintereinander ohne Pause, wodurch der Arm unangenehm unter Druck steht.
Wenn du diese typischen Fehler ausschaltest, reduzieren sich nicht nur Fehlermeldungen, sondern deine Messwerte werden insgesamt verlässlicher. Gerade bei Langzeitbeobachtungen des Blutdrucks ist das entscheidend für eine sinnvolle Auswertung.
So richtest du dir eine zuverlässige Messroutine ein
Eine feste Routine sorgt dafür, dass dein Gerät in einer vertrauten Umgebung arbeitet und du Messfehler schnell erkennst. Gleichzeitig vergleichst du deine Werte dann immer unter ähnlichen Bedingungen, was bei der Beurteilung durch medizinisches Fachpersonal hilft.
Eine sinnvolle Abfolge kann etwa so aussehen:
- Jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit messen, zum Beispiel morgens vor dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen.
- Vor der Messung immer einige Minuten ruhig sitzen.
- Armstütze und Stuhl so positionieren, dass der Arm automatisch auf Herzhöhe liegt.
- Manschette immer an denselben Arm anlegen (sofern nicht anders empfohlen).
- Bei Messproblemen kurz prüfen: Manschette, Schlauch, Stromversorgung.
Mit der Zeit entwickelst du ein Gefühl dafür, wann dein Gerät stabil arbeitet und wann ein Messwert vielleicht unter ungewöhnlichen Bedingungen zustande kam. Das macht es leichter, überhöhte oder sehr niedrige Einzelwerte einzuordnen.
Wann ein neues Blutdruckmessgerät sinnvoll ist
Auch bei sorgfältiger Nutzung altern Blutdruckmessgeräte. Dichtungen, Schläuche und elektronische Bauteile verschleißen, und nach vielen Jahren sind Messfehler keine Seltenheit mehr. Häufige Fehlermeldungen können ein Hinweis sein, dass der technische Zustand nicht mehr optimal ist.
Ein Austausch des Geräts ist häufig sinnvoll, wenn:
- Fehlercodes regelmäßig auftreten, obwohl Manschette und Schlauch intakt erscheinen.
- die Manschette bereits einmal ersetzt wurde, ohne dass sich die Situation nachhaltig bessert.
- das Gerät sehr alt ist und nicht mehr den aktuellen Empfehlungen für Heimmessungen entspricht.
- bei Vergleichsmessungen in der Arztpraxis deutlich andere Werte auftreten.
Viele Fachleute raten dazu, die Messgenauigkeit von Heimgeräten in größeren Abständen überprüfen zu lassen, zum Beispiel indem du es zu einem Arzttermin mitnimmst und direkt nacheinander am gleichen Arm messen lässt. Weichen die Werte sehr stark ab, ist ein neues Gerät oft die sicherere Wahl.
Gesundheitliche Aspekte: Wann du trotz Error-Meldung ärztlichen Rat holen solltest
Eine technische Fehlermeldung ist auch dann lästig, wenn du eigentlich deine Gesundheit im Blick behalten möchtest. Manchmal verstärkt sie die Unsicherheit, ob mit deinem Blutdruck etwas nicht stimmt. Wichtig ist, dass du typische Warnsignale des Körpers ernst nimmst – unabhängig vom Gerät.
Medizinische Hilfe ist besonders wichtig, wenn zusätzlich zu Messproblemen Symptome wie starke Kopfschmerzen, Brustschmerzen, Atemnot, plötzliche Sehstörungen, ausgeprägte Schwindelgefühle oder Lähmungserscheinungen auftreten. In solchen Situationen zählt der klinische Eindruck mehr als die Heim-Messung. Auch wenn dein Gerät wiederholt keine verlässlichen Werte liefert und du unter einer bekannten Bluthochdruckerkrankung leidest, sollte dein behandelndes Team informiert werden.
Unterschiede zwischen Herstellern: Warum Error 3 nicht überall dasselbe bedeutet
Jeder Hersteller legt selbst fest, welcher Fehlercode zu welchem Problem gehört. Deshalb kann der Code 3 je nach Marke leicht unterschiedliche Bedeutungen haben, auch wenn es fast immer um Messfehler im technischen Sinn geht.
Um Missverständnisse zu vermeiden, lohnt sich ein Blick in die Bedienungsanleitung deines Modells. Dort findest du typischerweise eine Tabelle mit den Fehlercodes und kurzen Beschreibungen wie „Messung durch Bewegung gestört“, „Druckaufbau nicht möglich“ oder „unzulässiger Pulsbereich“. Wenn du weißt, welcher Zustand bei deinem Gerät mit Code 3 verknüpft ist, kannst du deine Fehlersuche gezielter ansetzen.
So gehst du vor, wenn Error 3 plötzlich ständig erscheint
Manchmal tritt der Fehlercode nur gelegentlich auf, manchmal scheint er plötzlich dauernd im Display zu stehen. Ein Wechsel von gelegentlichen zu dauerhaften Meldungen hat oft eine konkrete Ursache, zum Beispiel einen neu aufgetretenen Schaden oder eine geänderte Art der Nutzung.
Ein strukturierter Weg, wenn Error 3 auf einmal fast jede Messung betrifft, kann so aussehen:
- Sichtprüfung von Manschette, Schlauch und Stecker auf Schäden.
- Stromversorgung durch neue Batterien oder anderes Netzteil sicherstellen.
- Messung an einem ruhigen Ort wiederholen, andere Position und sorgfältige Ruhe einhalten.
- Bei vorhandener Zweitmanschette diese verwenden und Verhalten vergleichen.
- Gerät zurücksetzen, sofern dein Modell diese Funktion anbietet.
- Eine Vergleichsmessung in einer Arztpraxis oder Apotheke vornehmen.
- Falls Fehler bestehen bleibt: Kundendienst des Herstellers kontaktieren und Reparatur oder Austausch klären.
Mit dieser Abfolge trennst du gut zwischen Bedienproblem, Verschleißteil und elektronischem Defekt. Das spart Zeit und hilft, schnell wieder zu verlässlichen Blutdruckwerten zu kommen.
Häufige Fragen zu Error 3 beim Blutdruckmessen
Kann ich trotz Error 3 meinem Blutdruckwert vom Gerät vertrauen?
Solange die Fehlermeldung erscheint, solltest du die angezeigten Werte nicht verwenden, weil der Messvorgang nicht korrekt abgeschlossen wurde. Erst wenn eine Messung ohne Fehlercode durchläuft und alle Schritte (Manschette, Haltung, Ruhephase) stimmen, kannst du dich auf die angezeigten Ergebnisse verlassen.
Wie oft darf ich hintereinander neu messen, wenn Error 3 erscheint?
Starte im Abstand von mindestens einer Minute eine neue Messung, damit sich die Gefäße und der Arm wieder entspannen können. Wenn drei Versuche hintereinander mit Fehlermeldung enden, solltest du systematisch alle Ursachen durchgehen: Manschette neu anlegen, Schlauch überprüfen, Haltung korrigieren und bei Bedarf die Stromversorgung checken.
Was mache ich, wenn Error 3 nur bei einer Person in der Familie auftaucht?
Tritt der Fehler nur bei einer Person auf, liegt das oft an Armumfang, Gefäßsituation oder stark wechselndem Puls. Prüfe, ob die Manschette zum Armumfang passt, die Person wirklich ruhig sitzt und keine starken Herzrhythmusschwankungen bestehen, und lass im Zweifel den Blutdruck einmal beim Arzt oder in der Apotheke im Vergleich messen.
Hilft es, die Manschette stärker aufzupumpen, um Error 3 zu vermeiden?
Manuelles „Mehr-Aufpumpen“ ist nicht sinnvoll und kann die Messung eher verschlechtern oder Schmerzen verursachen. Moderne Geräte regeln den Manschettendruck selbst, sodass eine korrekt angelegte Manschette und die richtige Position ausreichen sollten.
Warum erscheint Error 3 vor allem abends, obwohl es morgens klappt?
Abends sind viele Menschen müder, bewegen sich mehr, sprechen beim Messen oder sitzen anders, wodurch das Gerät die Druckkurve schwerer auswerten kann. Achte auf eine ruhige Umgebung, setz dich ein paar Minuten hin, lege den Arm abgelegt auf den Tisch und meide direkt vorher große Mahlzeiten, Alkohol und körperliche Anstrengung.
Kann starker Kaffee oder Nikotin kurz vor der Messung Error 3 auslösen?
Koffein und Nikotin verändern Gefäßtonus und Herzfrequenz, was die Auswertung erschweren kann, vor allem bei sensiblen Geräten. Sinnvoll ist es, 30 Minuten vor der Messung auf Koffein, Nikotin und starke körperliche Belastung zu verzichten, um stabile und gut erfassbare Werte zu erhalten.
Wie erkenne ich, ob nicht der Schlauch, sondern das Ventil für Error 3 verantwortlich ist?
Wenn die Manschette zwar aufgepumpt wird, der Druck aber ungleichmäßig oder ruckartig abfällt, kann das Ventil blockiert oder verschmutzt sein. Bemerkst du zischende Geräusche, sehr langsames Entlüften oder gar kein Ablassen des Drucks, liegt der Verdacht eher am Ventil als am Schlauch, und das Gerät sollte überprüft oder ersetzt werden.
Kann ich das Problem mit einem universellen Ersatzmanschetten-Set lösen?
Ein universelles Set kann helfen, wenn die Originalmanschette zu klein, zu groß oder verschlissen ist, muss aber zum Gerätetyp und zum Anschluss passen. Achte auf den angegebenen Armumfang, die Kompatibilitätsangabe des Herstellers und darauf, dass der Schlauch sicher und dicht am Gerät befestigt werden kann.
Ist ein Blutdruckmessgerät mit Bluetooth eher anfällig für Error 3?
Die Funktechnik hat keinen Einfluss auf die Druckmessung selbst, da der Blutdruckwert im Gerät berechnet wird, bevor Daten übertragen werden. Tritt der Fehlercode auf, liegt die Ursache in der Regel an Manschette, Haltung, Gefäßsituation oder Mechanik und nicht an der Bluetooth-Verbindung.
Wann sollte ich statt weiterer Versuche besser direkt zum Arzt gehen?
Wenn du dich schlecht fühlst, Schwindel, Brustschmerz, starke Kopfschmerzen, Luftnot oder Sehstörungen bemerkst und das Gerät ständig Fehler meldet, ist ein zeitnaher ärztlicher Check wichtiger als weitere Messversuche. Auch bei regelmäßig sehr ungleichmäßigen Pulsen oder auffälligen Herzrhythmushinweisen am Gerät sollte ein Arzt die Ursache abklären.
Wie kann ich testen, ob der Error eher am Gerät oder an mir als Nutzer liegt?
Miss nacheinander bei zwei Personen mit demselben Gerät und derselben Manschette unter identischen Bedingungen. Wenn nur bei dir Fehlermeldungen auftreten, sprechen Pulsunregelmäßigkeiten, Gefäßverhältnisse oder Bediengewohnheiten eine größere Rolle, während Fehler bei allen Personen eher auf Manschette, Schlauch oder Elektronik hindeuten.
Wann lohnt sich eine professionelle Kalibrierung des Blutdruckmessers?
Bei hochwertigen Oberarmgeräten, die häufig genutzt werden, kann eine Überprüfung nach einigen Jahren sinnvoll sein, vor allem bei medizinischer Nutzung. Privat lohnt sich der Aufwand vor allem dann, wenn das Gerät noch neuwertig wirkt, aber im Vergleich zur Messung beim Arzt wiederholt abweichende oder nicht plausible Ergebnisse liefert.
Fazit
Eine Meldung wie Error 3 weist fast immer auf Störungen beim Messvorgang hin und selten auf einen völlig defekten Blutdruckmesser. Wenn Manschette, Haltung, Ruhephase, Schlauch und Stromversorgung stimmen, lassen sich die meisten Probleme schnell beheben. Bleiben die Fehlermeldungen oder treten gleichzeitig körperliche Beschwerden auf, sollte ein ärztlicher Check und gegebenenfalls die Anschaffung eines neuen, verlässlichen Geräts folgen.