Bei einem leichten Sonnenbrand helfen vor allem Kühlen, ausreichendes Trinken und eine sanfte Pflege der betroffenen Haut. Die Beschwerden verschwinden nicht innerhalb weniger Minuten, doch die richtige Behandlung kann Brennen und Spannungsgefühl lindern und die Haut bei der Regeneration unterstützen. Wichtig ist außerdem, weitere Sonne vollständig zu vermeiden, damit die gereizte Haut keinen zusätzlichen Schaden nimmt.
Hausmittel sind nur dann sinnvoll, wenn sie die Haut kühlen oder Feuchtigkeit zuführen, ohne sie weiter zu reizen. Bei Blasen, starken Schmerzen, Kreislaufproblemen oder großen betroffenen Hautflächen solltest du nicht selbst behandeln, sondern ärztlichen Rat einholen.
Was du direkt nach dem Sonnenbrand tun solltest
Verlasse zunächst die Sonne und bedecke die betroffenen Stellen mit lockerer, sauberer Kleidung. Eine kühle Dusche oder ein kühler, feuchter Waschlappen kann die Wärme aus der Haut nehmen. Das Wasser sollte nicht eiskalt sein, denn starke Kälte kann die Haut zusätzlich belasten und bei größeren Flächen den Kreislauf beeinträchtigen.
Kühle die Haut jeweils einige Minuten und wiederhole das bei Bedarf. Eiswürfel oder gefrorene Kühlpacks gehören nicht direkt auf die Haut. Wenn du ein Kühlpack verwendest, wickle es in ein dünnes Tuch und nimm es nach kurzer Zeit wieder weg. Bei Kindern, älteren Menschen und empfindlicher Haut ist ein feuchter Waschlappen meist die schonendere Wahl.
Welche Hausmittel die Haut beruhigen können
Nach dem Kühlen kannst du die Haut vorsichtig trocken tupfen. Reibe nicht darüber, da die oberste Hautschicht bereits gereizt ist. Eine unparfümierte Feuchtigkeitslotion oder ein kühlendes After-Sun-Produkt kann das Spannungsgefühl verringern. Trage die Pflege dünn auf und wiederhole die Anwendung, wenn sich die Haut trocken anfühlt.
Produkte mit Aloe vera werden häufig verwendet. Ein Gel ohne Alkohol, Duftstoffe und reizende Zusätze kann angenehm kühlen und Feuchtigkeit spenden. Aloe vera macht den Sonnenbrand jedoch nicht ungeschehen und ersetzt keine medizinische Behandlung. Teste ein neues Produkt bei empfindlicher Haut zunächst an einer kleinen Stelle. Brennt oder rötet sich die Haut stärker, solltest du es wieder abwaschen.
Auch ein kühler, feuchter Waschlappen ist ein einfaches und risikoarmes Hausmittel. Milchprodukte, Mehl, Öl, Zahnpasta oder stark parfümierte Cremes solltest du dagegen nicht auf die verbrannte Haut geben. Sie können die Haut reizen, Wärme einschließen, schlecht abwaschbar sein oder die Beurteilung von Blasen und Entzündungszeichen erschweren.
Feuchtigkeit, Trinken und passende Kleidung
Ein Sonnenbrand kann den Flüssigkeitsbedarf erhöhen. Trinke regelmäßig Wasser oder ungesüßten Tee, besonders wenn du zusätzlich geschwitzt hast. Alkohol ist in dieser Situation keine gute Wahl, weil er den Körper zusätzlich belasten kann.
Trage weite Kleidung aus einem weichen, atmungsaktiven Material. Enge Träger, raue Stoffe und scheuernde Nähte können das Brennen verstärken. Die betroffene Haut bleibt konsequent vor weiterer Sonne geschützt, bis Rötung und Empfindlichkeit vollständig abgeklungen sind. Schatten allein reicht nicht immer aus, weil auch dort noch UV-Strahlung ankommen kann.
So gehst du bei der Pflege in den nächsten Tagen vor
Kühle die Haut vorsichtig, sobald Brennen oder Hitzegefühl stärker werden.
Vorgehensweise1Kühle die Haut vorsichtig, sobald Brennen oder Hitzegefühl stärker werden.2Trage anschließend eine milde, unparfümierte Feuchtigkeitspflege auf, sofern sie nicht brennt.3Vermeide Peelings, Bürsten, aggressive Seifen und starkes Reiben.4Öffne keine Blasen. Sie schützen die darunterliegende Haut und sollten nicht absichtlich entfernt werden.5Schütze die Stelle vollständig vor weiterer UV-Strahlung, bis sie abgeheilt ist.Trage anschließend eine milde, unparfümierte Feuchtigkeitspflege auf, sofern sie nicht brennt.
Vermeide Peelings, Bürsten, aggressive Seifen und starkes Reiben.
Öffne keine Blasen. Sie schützen die darunterliegende Haut und sollten nicht absichtlich entfernt werden.
Schütze die Stelle vollständig vor weiterer UV-Strahlung, bis sie abgeheilt ist.
Wenn sich die Haut später schält, ziehe die Hautfetzen nicht ab. Lass sie von selbst lösen und pflege die Stelle weiterhin sanft. Die neue Haut kann besonders empfindlich sein und braucht auch danach guten Sonnenschutz durch Kleidung und ein geeignetes Sonnenschutzmittel.
Schmerzmittel nur passend zur eigenen Situation
Bei stärkeren Schmerzen können frei verkäufliche Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol für manche Erwachsene infrage kommen. Ob ein Mittel geeignet ist, hängt unter anderem von Alter, Erkrankungen, Schwangerschaft, Allergien und anderen Medikamenten ab. Halte dich an die Packungsbeilage und frage bei Unsicherheit in der Apotheke oder in einer Arztpraxis nach.
Kinder sollten Schmerzmittel nicht ohne Beachtung von Alter und Körpergewicht erhalten. Auch bei Nierenproblemen, Magenbeschwerden, Blutverdünnern oder anderen Vorerkrankungen ist besondere Vorsicht nötig. Schmerzmittel behandeln außerdem nur die Beschwerden, nicht die Hautschädigung selbst.
Wann ein Sonnenbrand ärztlich abgeklärt werden sollte
Ärztliche Hilfe ist sinnvoll, wenn sich große oder stark geschwollene Hautflächen ablösen, zahlreiche Blasen entstehen oder die Schmerzen sehr stark sind. Auch Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel oder Kreislaufprobleme können auf eine stärkere Reaktion oder zusätzlich einen Sonnenstich beziehungsweise Hitzeschaden hinweisen.
Bei kleinen Kindern, Babys, älteren Menschen und Personen mit schweren Vorerkrankungen solltest du lieber frühzeitig medizinischen Rat einholen. Sofortige Hilfe ist nötig, wenn die betroffene Person verwirrt wirkt, ohnmächtig wird, Atemprobleme hat oder nicht ausreichend trinken kann. Die Augen sollten ebenfalls ärztlich beurteilt werden, wenn sie schmerzen, stark lichtempfindlich sind oder sich das Sehen verändert.
Häufige Fragen zur Pflege bei Sonnenbrand
Wie lange dauert es, bis ein leichter Sonnenbrand abheilt?
Ein leichter Sonnenbrand bessert sich häufig innerhalb weniger Tage, während die Hautempfindlichkeit oder das Schälen länger anhalten kann. Die Dauer hängt unter anderem von Stärke, Hauttyp und betroffener Fläche ab. Verschlimmern sich die Beschwerden nach dem ersten Tag, solltest du die Haut medizinisch abklären lassen.
Hilft Duschen gegen das Brennen?
Eine kurze Dusche mit kühlem bis lauwarmem Wasser kann die Haut angenehm abkühlen. Sehr heißes Wasser verstärkt das Wärmegefühl, während eiskaltes Wasser die Haut und den Kreislauf belasten kann. Tupfe die Haut danach vorsichtig trocken.
Kann ich Sonnenbrand mit Öl behandeln?
Öl ist keine gute erste Pflege bei Sonnenbrand, weil es die Wärme auf der Haut halten und die gereizte Oberfläche zusätzlich belasten kann. Besser geeignet ist eine leichte, unparfümierte Feuchtigkeitspflege, die sich angenehm anfühlt und nicht brennt.
Darf ich trotz Sonnenbrand wieder in die Sonne?
Die betroffenen Stellen sollten bis zur vollständigen Abheilung vor Sonne geschützt werden. Kleidung mit dichtem Gewebe ist dafür zuverlässiger als alleinige Schattenplätze. Auch nach dem Abklingen der Rötung bleibt die neue Haut zunächst empfindlich.
Soll ich Blasen bei Sonnenbrand aufstechen?
Nein, Blasen solltest du nicht selbst öffnen, weil dadurch Keime leichter eindringen können. Schütze die Stelle locker und sauber und lass größere oder schmerzhafte Blasen ärztlich beurteilen.
Was hilft, wenn sich die Haut schält?
Schälen ist eine Reaktion auf die geschädigten Hautzellen. Ziehe die Haut nicht ab, sondern halte die Stelle mit einer milden Pflege geschmeidig und vermeide Peelings. Bei nässenden, eitrigen oder zunehmend schmerzhaften Bereichen ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Der wichtigste nächste Schritt
Kühle die Haut sanft, pflege sie ohne reizende Zusätze und halte sie konsequent aus der Sonne. Beobachte in den folgenden Stunden, ob Blasen, starke Schmerzen oder Allgemeinsymptome hinzukommen. Bei solchen Anzeichen reicht ein Hausmittel nicht aus.
