Potenzfrust: Wie viel helfen Veränderungen des Lebensstils?

Für viele Männer ist die Potenz ein leidiges Thema – und das selbst in jungen Jahren. Der Druck, im Schlafzimmer zu performen, raubt vielen den Spaß am Sex. Gleichzeitig leidet darunter der Selbstwert. Doch wie viel kann man selbst dazu beitragen, die Potenz zu verbessern und Erektionsproblemen entgegenzuwirken? Das kommt ganz auf den individuellen Menschen an. Klar ist allerdings, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Lebensstil und Potenzproblemen gibt, den man nicht unterschätzen sollte!

Ernährung: Du bist was du isst?

Wenn Ernährung und Potenz in Zusammenhang gebracht werden, so denken wir oftmals an Lebensmittel, welche die Potenz steigern können. Während es tatsächlich Nahrungsmittel gibt, die der Libido und Erektion auf die Sprünge helfen können, sind diese Wirkungen oftmals marginal und können nur bedingt nachgewiesen werden. Auch der Placebo-Effekt könnte dabei eine Rolle spielen. Viel wichtiger ist aber tatsächlich die Auswirkung ungesunder Ernährung auf den Körper und damit verbunden auch auf die Manneskraft.

Warum? Weil eine ungesunde Lebensweise z. B. dazu führen kann, dass die Durchblutung verschlechtert wird. Vor allem wenn viel Fett und Zucker konsumiert wird, gleichzeitig jedoch Ballaststoffe, Vitamine und Spurenelemente fehlen, verschlechtert sich die Lage drastisch. Auch starkes Über- oder Untergewicht kann sich negativ auf die Potenz auswirken. 

Rauchen: Mehr Einfluss auf die Hormone als wir denken

Dass Rauchen nicht gerade gesund ist, wird wohl niemanden überraschen. Ein Zusammenhang zwischen erektiler Dysfunktion und der ungesunden Angewohnheit wird jedoch selten in Betracht gezogen. Tatsächlich kann Rauchen einen starken Einfluss auf die Hormone haben und gilt dadurch als essenzieller Störfaktor für die sexuelle Gesundheit.

So kann beim Rauchen Testosteron in seiner Produktion gehemmt werden. Gründe dafür sind z. B. der oxidative Stress im Körper, der durch freie Radikale im Tabakrauch ausgelöst wird. Außerdem wird das Sexualhormon-bindende Globulin bei einigen Rauchern erhöht, wodurch weniger Testosteron frei verfügbar im Körper bereitsteht. Weitere Aspekte wie eine verschlechterte Blutzirkulation oder der Einfluss auf Stresshormone wie Cortisol spielen ebenfalls eine Rolle. 

Potenzfrust Wie viel helfen Veraenderungen des Lebensstils2

Stress: Der stille Potenzkiller

Rauchen ist allerdings nicht der einzige Weg, um den Körper zu stressen und das Hormon Cortisol zu erhöhen. Stress begegnet uns im Alltag auf viele verschiedene Weisen. Dabei unterscheiden unsere Hormone nicht, ob es sich tatsächlich um zeitlichen, emotionalen oder körperlichen Stress handelt. Selbst übermäßiger Sport, der vielleicht auf den ersten Blick gesund wirkt, kann für einen hohen Cortisolspiegel sorgen.

Schüttet der Körper viel Cortisol aus, so kann dies starke Auswirkungen auf die Potenz haben. So kann Cortisol sogar die Testosteronproduktion hemmen und die Lust auf Sex gänzlich vergehen lassen. Obwohl wir Sex meist als aktivierende Tätigkeit wahrnehmen, ist das parasympathische Nervensystem (Ruhe- und Verdauungsmodus) in dieser Zeit aktiv. Wer jedoch dauerhaft gestresst ist, bleibt zu lange in der sympathischen Aktivierung (Kampf- und Fluchtreflex), um sich zu entspannen und die eigene Sexualität genießen zu können.

Viele verschiedene Gründe können für Probleme im Schlafzimmer verantwortlich sein. In einigen Fällen kann eine Verbesserung des Lebensstils tatsächlich dazu führen, dass sich Erektionsschwierigkeiten lösen. Dabei stehen Aspekte wie Stress, Ernährung und Rauchen im Vordergrund. Aber auch ausreichend Sport und die Beschäftigung mit psychischen Belastungen kann zu einer Verbesserung führen.

Bilder-Quelle: Unsplash

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