Kleine Käfer am Fenster: Welche Arten häufig dahinterstecken

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 12. Juni 2026 12:02

Meist sind es harmlose Vorrats-, Blüten- oder Speckkäfer, die vom Licht angezogen werden und sich an Scheiben sammeln. In vielen Wohnungen tauchen sie vor allem im Frühling und Herbst auf, wenn sie durch offene Fenster, Ritzen oder mit eingekauften Lebensmitteln ins Haus gelangen.

Wer die Tiere am Fenster sieht, hat also oft keinen akuten Schaden im Raum, sondern ein Einwanderungs- oder Lichtproblem vor sich. Entscheidend ist, ob die Käfer nur vereinzelt auftauchen, ob sie aus einem bestimmten Bereich kommen und ob sich zusätzlich Larven, Fraßspuren oder Krümel finden lassen.

Woran man die Tiere am Fenster zuerst einordnet

Am schnellsten hilft der Blick auf Größe, Farbe, Form und Verhalten. Kleine Käfer am Fenster sind nicht automatisch dieselbe Art, auch wenn sie auf den ersten Blick alle gleich „winzig und nervig“ wirken. Manche sind rund und gepunktet, andere länglich, braun, behaart oder glänzend dunkel.

Für die Einordnung lohnt sich ein einfacher Ablauf: Erst das Tier ansehen, dann den Fundort prüfen, danach die Umgebung absuchen. Wer sofort sprüht oder alles wegwischt, übersieht oft die eigentliche Quelle. Das ist besonders wichtig bei Vorratsschädlingen, denn dort sitzt die Ursache häufig in Schränken, Kartons oder trockenen Lebensmitteln und nicht am Fenster selbst.

Ein guter Anhaltspunkt ist auch die Tageszeit. Sitzen die Tiere tagsüber am Fenster, obwohl sie sonst nirgends auffallen, spricht das oft für Lichtanziehung. Tauchen sie dagegen immer wieder in Küche, Speisekammer oder an Teppichen auf, sollte man die Wohnung etwas gründlicher prüfen.

Typische Arten, die oft dahinterstecken

Am Fenster landen häufig Käferarten, die in Häusern gar nicht dauerhaft leben wollen. Sie nutzen Wohnungen eher als Zwischenstopp, Versteck oder Zuflucht vor Wetter und Temperatur. Trotzdem können manche von ihnen in der Wohnung bleiben und sich dort vermehren.

Sehr häufig sind kleine Speckkäfer, Teppichkäfer und Arten aus dem Bereich der Vorratsschädlinge. Dazu kommen gelegentlich Marienkäfer, die im Herbst in Gruppen Schutz suchen, sowie kleine Blatt- oder Rindenkäfer, die sich nur zufällig hineinverirren. Die gute Nachricht: Nicht jeder kleine Käfer am Fenster ist ein Zeichen für einen Befall.

Wenn es rund und gemustert ist

Runde oder oval wirkende, oft braun gemusterte Käfer mit feinen Schuppen sind häufig Speckkäfer oder Teppichkäfer. Sie sind klein, aber nicht unscheinbar, wenn man einmal genau hinschaut. Viele Menschen entdecken sie erst am Fensterbrett, weil die Tiere dort von Licht und Orientierung angezogen werden.

Speckkäfer sind besonders interessant, weil ihre Larven versteckt leben und viel länger auffallen können als die erwachsenen Tiere. Die Larven sitzen gern in Staub, hinter Leisten, in Tierhaaransammlungen oder an organischem Material. Deshalb reicht es selten, nur die Fensterbank abzuwischen.

Teppichkäfer treten gern in Wohnungen mit Textilien, Wollstoffen, Tierhaaren oder Staubnischen auf. Wer regelmäßig einzelne Käfer am Fenster findet und zugleich kleine Fraßspuren an Naturfasern entdeckt, sollte Teppiche, Schrankunterseiten und Polstermöbel kontrollieren.

Wenn sie länglich und bräunlich sind

Längliche, hell- bis rotbraune Käfer am Fenster gehören oft zu den Vorratsschädlingen. Zu den häufigsten Vertretern zählen Brotkäfer, Reismehlkäfer, Kornkäfer und Tabakkäfer. Diese Tiere sind klein, flink und erscheinen oft zuerst dort, wo Licht sie einfängt.

Vorgehensweise
1Fensterbank, Rahmen und Dichtungen mit heller Lampe absuchen.
2Prüfen, ob Tiere nur am Licht sitzen oder aus einer Spalte kommen.
3Vorhänge, Rollokasten und angrenzende Fugen kontrollieren.
4In der Nähe liegende Pflanzen, Lebensmittel und Textilien prüfen.
5Fundstelle mit einem feuchten Tuch reinigen und nach 1 bis 2 Tagen erneut ansehen.

Der wichtige Unterschied liegt darin, ob es nur ein einzelnes Tier ist oder ob sich mehrere an einem bestimmten Ort sammeln. Ein einzelner Käfer kann durch ein gekipptes Fenster hereingekommen sein. Mehrere Tiere in Schranknähe, bei Mehl, Nudeln, Tierfutter oder Gewürzen deuten eher auf eine Quelle im Vorrat hin.

Wer hier tätig werden will, sollte in dieser Reihenfolge vorgehen: Lebensmittel prüfen, trockene Waren in die Hand nehmen und auf Klümpchen, Gespinste, feinen Staub oder kleine Löcher achten. Danach Schrankfugen und Ritzen absaugen und verdächtige Packungen konsequent entsorgen. Danach wirkt der Fensterbereich oft schnell wieder ruhig, wenn die Quelle wirklich dort lag.

Wenn sie schwarz und hart glänzen

Schwarze oder dunkelbraune, hart wirkende Käfer sind oft keine klassischen Vorratsschädlinge, sondern Zufallsbesucher aus dem Außenbereich. Das können Laufkäfer, kleine Rindenkäfer oder andere Arten sein, die durch Licht und Wärme an die Scheibe geraten. Sie sind meist schneller unterwegs als Speck- oder Teppichkäfer.

In diesem Fall lohnt sich der Blick nach draußen: Balkonpflanzen, Holzlager, Blumentöpfe, Fensterrahmen und Dichtungen sind häufige Wege ins Haus. Wer viele solcher Tiere nur an einem bestimmten Fenster hat, findet die Ursache oft am Rahmen, an einer beschädigten Dichtung oder am direkten Zugang von außen.

Der erste Schritt ist simpel: Fensterrahmen, Fliegengitter, Fensterbank und die umliegende Wand auf Spalten oder Ablagerungen prüfen. Danach das Lichtverhalten beobachten. Bleiben die Käfer nach dem Abdunkeln deutlich aus, war Licht sehr wahrscheinlich der Hauptauslöser.

Wenn sie plötzlich in Gruppen auftauchen

Einzelne Tiere sind meist weniger dramatisch als eine kleine Ansammlung. Treten am Fenster mehrere Käfer gleichzeitig auf, spricht das häufiger für einen Schlupf, einen Vorratsschaden oder ein Überwinterungsproblem. Besonders im Spätsommer und Herbst suchen viele Insekten Schutz in warmen Innenräumen.

Gruppen an Fenstern, Vorhängen oder Rollladenkästen lassen oft auf Spalten, Hohlräume oder Wärmequellen schließen. Dort können sich Tiere sammeln, ohne dass man sie sofort im restlichen Raum sieht. In solchen Fällen ist das Fenster selbst oft nur der sichtbarste Treffpunkt.

Wer die Ursache finden will, sollte in dieser Reihenfolge vorgehen: erst die Fensterbank reinigen, dann den Bereich rund um den Rahmen absuchen, dann die Räume mit Lebensmitteln und Textilien prüfen. So lässt sich besser erkennen, ob es sich um Zufall, Lichtanziehung oder eine echte Quelle in der Wohnung handelt.

Typische Verwechslungen

Viele kleine Käfer werden mit Fliegen, Staubläusen oder jungen Wanzen verwechselt. Das führt schnell zu falschen Maßnahmen, etwa zu unnötigem Sprühen oder zu einem vorschnellen Austausch von Möbeln. Wer genau hinsieht, spart sich oft viel Aufwand.

Staubläuse sind zum Beispiel keine Käfer, sondern sehr kleine, weiche Insekten, die eher in feuchten Bereichen vorkommen. Käfer haben dagegen eine härtere Körperhülle und wirken insgesamt kompakter. Auch Marienkäfer werden im Haus oft für Schädlinge gehalten, obwohl sie in vielen Fällen nur überwintern und kein Material befallen.

Bei Unsicherheit hilft ein einfacher Vergleich: Harte Flügeldecken sprechen für Käfer, weiche oder flügellose, sehr zarte Tiere eher für andere Insektenarten. Je genauer der Eindruck, desto besser die Maßnahme. Denn gegen Lichtsucher hilft etwas anderes als gegen Vorratsschädlinge.

Was die Ursache im Alltag oft verrät

Der Fundort sagt meist mehr als das einzelne Tier. Eine Scheibe im Wohnzimmer deutet eher auf Licht und Zufall hin, während ein Fenster in der Küche schnell mit trockenen Vorräten, Gewürzen oder Tierfutter zusammenhängt. Im Schlafzimmer sind Textilien und Staubnischen eher verdächtig.

Auch die Jahreszeit liefert wichtige Hinweise. Im Frühjahr und Sommer gelangen viele Arten von draußen ins Haus. Im Herbst und Winter geht es häufiger um Überwinterung in warmen Innenräumen oder um versteckte Quellen in Schränken und Vorräten.

Temperatur, Licht und Gerüche spielen ebenfalls eine Rolle. Offene Fenster, leuchtende Innenräume am Abend und gelagerte Trockenware in leicht zugänglichen Verpackungen machen es manchen Arten erstaunlich leicht. Wer diese drei Punkte im Blick behält, erkennt die Ursache oft schneller als mit jedem Insektenspray.

So gehst du sinnvoll vor

Die beste Reihenfolge ist meist: erst beobachten, dann reinigen, dann gezielt suchen. Wer direkt alles behandelt, verliert schnell den Überblick. Ein ruhiges Vorgehen reicht bei vielen Fällen völlig aus.

  • Die Tiere möglichst genau ansehen oder ein Foto machen.
  • Fensterbank, Rahmen und angrenzende Flächen absaugen oder auswischen.
  • Küche, Vorratsschränke und Tierfutter prüfen, wenn die Käfer dort auftauchen.
  • Textilien, Teppiche und Staubnischen kontrollieren, wenn die Tiere eher in Wohnräumen sitzen.
  • Spalten, Dichtungen und offene Zugänge an Fenstern abdichten oder sichern.

Diese Abfolge hilft, ohne unnötige Mittel einzusetzen. Wenn danach weiter Tiere auftauchen, ist die Spur meist schon enger geworden. Dann lohnt sich eine zweite Runde mit Blick auf Schränke, Kartons, Fensterrahmen und Leisten.

Was wirklich gegen das Wiederkommen hilft

Die wirksamste Maßnahme ist fast immer die Ursache zu beseitigen, nicht nur das sichtbare Tier. Wer Fenster und Umgebung sauber hält, Spalten schließt und mögliche Quellen entfernt, reduziert den Befall deutlich. Bei Vorratsschädlingen ist Sauberkeit in diesem Zusammenhang mehr als nur Ordnung.

Trockenware sollte in dicht schließenden Behältern aufbewahrt werden. Kartons sind für manche Arten ein angenehmes Versteck, für uns Menschen aber meist eine Einladung in die falsche Richtung. Auch Tierfutter sollte nicht offen und lange stehen bleiben, weil es für einige Käferarten attraktiv ist.

Bei wiederkehrenden Käfern am Fenster helfen Fliegengitter, gut schließende Dichtungen und eine reduzierte Außenbeleuchtung am Abend. Das ist oft erstaunlich effektiv, weil viele Tiere schlicht dorthin fliegen, wo es hell und warm wirkt. Ein bisschen weniger Licht draußen bedeutet im Alltag oft auch weniger Gäste drinnen.

Wann es mehr als ein Zufall ist

Einzelne Käfer sind meist harmlos. Mehrere Tiere über mehrere Tage, dazu Larven, Häutungsreste, Fraßspuren oder ein muffiger Geruch, sprechen aber für ein echtes Problem im Raum. Dann sollte man den Fund nicht nur als Fensterphänomen abtun.

Besonders bei Teppichkäfern und Vorratsschädlingen kann der eigentliche Schaden verdeckt bleiben. Die erwachsenen Tiere fallen auf, die Larven arbeiten im Hintergrund. Wer nur die Käfer entfernt, sieht deshalb oft nach kurzer Zeit wieder neue Tiere am Fenster.

In hartnäckigen Fällen kann eine Schädlingsberatung oder ein professioneller Dienst sinnvoll sein, vor allem wenn die Quelle nicht auffindbar ist oder sich die Tiere in mehreren Räumen zeigen. Das ist kein Zeichen von Nachlässigkeit, sondern oft die schnellste Abkürzung, wenn der Befall bereits weiter gestreut hat.

Ein paar typische Alltagssituationen

In einer Küche im Dachgeschoss tauchen im Herbst kleine braune Käfer am Fenster auf. Nach dem Prüfen eines offenen Mehlschranks zeigt sich schnell, dass eine Packung mit feinen Krümeln und kleinen Tieren befallen ist. Der Rest der Wohnung bleibt sauber, und mit dem Austausch der Vorräte verschwindet das Problem meist zügig.

In einem Wohnzimmer sitzen dagegen jeden Abend mehrere dunkle, hart glänzende Käfer an der Scheibe. Der Blick nach außen zeigt ein offenes Holzlager und eine undichte Fensterecke. Hier liegt die Ursache oft draußen oder direkt am Fenster, nicht im Schrank.

Im Schlafzimmer werden im Frühling kleine rundliche Käfer an der Fensterbank gefunden, dazu einzelne Tiere in Wollpullis und am Teppichrand. In so einem Fall lohnt sich ein Blick auf Naturfasern, Staubnischen und ungenutzte Kleidungsstücke. Das Fenster ist dann meist nur die Bühne, nicht die eigentliche Quelle.

Warum gründliches Hinschauen so viel erspart

Bei kleinen Käfern am Fenster lohnt sich Genauigkeit, weil die Maßnahmen je nach Art völlig unterschiedlich ausfallen. Ein Lichtsucher braucht vor allem Barrieren und Abdunklung. Ein Vorratsschädling verlangt nach Kontrolle und Entsorgung betroffener Lebensmittel. Ein Teppichkäfer braucht Sauberkeit an Stellen, die man im Alltag leicht vergisst.

Wer die Tiere nur als allgemeines Ärgernis betrachtet, greift oft zu pauschalen Mitteln, die wenig bringen. Wer dagegen nach Muster, Ort und Begleitanzeichen sucht, findet die Quelle meist schneller. Genau darin liegt der Unterschied zwischen kurzfristigem Wegwischen und einer Lösung, die auch im Alltag hält.

Erste Prüfung am Fensterrahmen

Wer kleine Käfer am Fenster entdeckt, sollte zuerst prüfen, ob die Tiere nur am Glas sitzen oder ob sie aus einer bestimmten Ecke kommen. Oft liegt die Ursache direkt am Fensterrahmen, in Ritzen, an der Dichtung oder hinter einem Stoffbezug in der Nähe. Auch ein Blick auf die Jahreszeit hilft weiter, denn viele Arten suchen im Herbst und Winter Schutz in Innenräumen, während andere eher aus Vorräten, Pflanzen oder Blumensträußen eingeschleppt werden.

Für eine schnelle Einordnung reicht meist schon ein genauer Blick mit Taschenlampe. Achte auf Größe, Farbe, Form der Flügeldecken und darauf, ob die Tiere krabbeln, fliegen oder nur träge am Glas sitzen. Wer dabei ruhig und systematisch vorgeht, kann viele Ursachen schon nach wenigen Minuten eingrenzen.

Darauf kommt es beim Erkennen an

  • Größe: sehr klein, wenige Millimeter, oder eher deutlich sichtbar.
  • Körperform: oval, länglich, rundlich oder flach.
  • Farbe: hellbraun, dunkel, schwarz, gemustert oder einfarbig.
  • Bewegung: schnell krabbelnd, anziehend vom Licht oder eher reglos.
  • Fundort: direkt an der Scheibe, am Rahmen, auf der Fensterbank oder am Vorhang.

Typische Quellen im Haushalt

Hinter dem Auftreten steckt nicht immer ein offenes Fenster. Häufig gelangen die Tiere über Einkaufstaschen, Blumen, Topfpflanzen, Textilien oder gelagerte Lebensmittel ins Zimmer. Auch trockene, selten gereinigte Bereiche bieten gute Verstecke, etwa hinter Schränken, unter Fensterbänken oder in Hohlräumen von Rollokästen. Sobald Wärme, Licht und ein passender Rückzugsort zusammenkommen, sammeln sich die Tiere am Fenster, weil sie dort Orientierung suchen oder nach draußen wollen.

Bei manchen Arten ist der Ort des Fundes besonders aufschlussreich. Käfer in Küche oder Vorratsraum sprechen eher für Lebensmittel, in Wohnräumen oft für Zufallseintrag, Staub oder überwinternde Tiere. In der Nähe von Zimmerpflanzen lohnt sich ein Blick in Erde, Untersetzer und Blattachseln, weil dort Larven oder begleitende Insekten sitzen können.

Schritt für Schritt die Ursache eingrenzen

  1. Fensterbank, Rahmen und Dichtungen mit heller Lampe absuchen.
  2. Prüfen, ob Tiere nur am Licht sitzen oder aus einer Spalte kommen.
  3. Vorhänge, Rollokasten und angrenzende Fugen kontrollieren.
  4. In der Nähe liegende Pflanzen, Lebensmittel und Textilien prüfen.
  5. Fundstelle mit einem feuchten Tuch reinigen und nach 1 bis 2 Tagen erneut ansehen.

Wirksame Maßnahmen direkt nach dem Fund

Am schnellsten lässt sich das Problem entschärfen, indem man die Tiere entfernt und gleichzeitig die Eintrittswege unterbricht. Ein Staubsauger mit schmaler Düse hilft, einzelne Käfer aus Ecken und Rahmen zu holen. Danach sollten die Stellen mit Wasser und etwas mildem Reiniger abgewischt werden, damit Gerüche und Spuren verschwinden. Bei wiederkehrendem Auftreten ist Abdichten wichtiger als Sprays, weil offene Fugen den Tieren immer neue Wege bieten.

Auch Licht spielt eine Rolle. Abends locken helle Innenräume manche Arten ans Fenster. Wer in der Dunkelheit die Beleuchtung im Raum reduziert oder Vorhänge schließt, nimmt den Tieren einen Teil der Orientierung. In Kombination mit Fliegengittern und sauber gehaltenen Fensterbereichen sinkt die Zahl der Neuankömmlinge meist deutlich.

Praktische Maßnahmen mit hoher Wirkung

  • Fensterrahmen, Dichtungen und Rollladenkästen auf Spalten prüfen.
  • Fliegengitter an stark betroffenen Fenstern einsetzen.
  • Fensterbank regelmäßig trocken und staubfrei halten.
  • Lebensmittel dicht verschließen und Vorratsschränke kontrollieren.
  • Zimmerpflanzen auf Schädlinge und feuchte Erde untersuchen.

Wann der Fund auf eine größere Ursache hinweist

Ein einzelnes Tier am Glas ist meist noch kein Alarmzeichen. Anders sieht es aus, wenn täglich neue Exemplare auftauchen, die Tiere an mehreren Fenstern sitzen oder zusätzlich an Schränken, Teppichen und Lampen erscheinen. Dann lohnt sich eine gründlichere Suche im ganzen Raum, besonders in warmen Nischen, an Fugen und in Bereichen, die lange nicht bewegt wurden. Auch trockene Lagerplätze für Kleidung, Papier oder Tierfutter sollten dann mitgeprüft werden.

Bleiben die Tiere trotz Reinigung und Abdichtung dauerhaft zahlreich, kann ein Befall in einer Wandfuge, im Dachbereich oder in Vorratsbeständen sitzen. In solchen Fällen ist systematisches Vorgehen wichtiger als einzelne Gegenmaßnahmen. Wer die Quelle findet, spart sich wiederholtes Putzen am Fenster und verhindert, dass sich die Tiere weiter verteilen.

So bleibt der Überblick erhalten

Ein kurzer Kontrollrhythmus hilft, die Lage einzuschätzen. Notiere für einige Tage, an welchen Fenstern die Tiere erscheinen, zu welcher Tageszeit sie auftauchen und ob Wetterwechsel, Heizung oder gelüftete Räume etwas verändern. Aus diesem Muster lässt sich oft ableiten, ob es sich um Eintrag von außen, Überwinterung oder einen inneren Ursprung handelt.

Bei hartnäckigem Wiederkommen ist ein Blick auf bauliche Details sinnvoll. Undichte Fenster, lose Silikonfugen, Spalten hinter Heizkörpern oder offene Kabeldurchführungen schaffen Wege, die im Alltag leicht übersehen werden. Wer diese Stellen nacheinander überprüft, löst die Ursache meist nachhaltiger als mit bloßem Wegsaugen.

FAQ

Wie erkenne ich, ob die Tiere vom Fenster selbst oder von draußen kommen?

Hilfreich ist die Beobachtung direkt am Rahmen, an der Scheibe und auf der Fensterbank. Sitzen die Tiere vor allem innen am Glas, sind Fugen, Pflanzen, Vorräte oder Staubnester oft die Quelle.

Welche Arten sind in Wohnräumen besonders oft zu finden?

In Wohnungen tauchen häufig kleine Marienkäfer, Speckkäfer, Teppichkäfer, Blattläuse von Zimmerpflanzen und gelegentlich Vorratskäfer auf. Welche Art es ist, verrät meist die Form, Farbe und das Verhalten am Licht.

Was bedeutet es, wenn sie immer wieder am selben Fenster sitzen?

Dann suchen sie oft Licht, Wärme oder eine enge Stelle zum Verstecken. Das spricht eher für einen Eintrittsweg am Rahmen oder für eine Anziehung durch Zimmerpflanzen, Vorhänge oder Staubablagerungen.

Wie gehe ich zuerst vor, ohne die Tiere im ganzen Raum zu verteilen?

Sauge die Tiere mit einer schmalen Düse ab oder sammle sie mit einem feuchten Tuch ein. Danach solltest du Fensterbank, Rahmen und Dichtungen gründlich prüfen und reinigen, damit keine weiteren Tiere angelockt werden.

Welche Stellen am Fenster sollten besonders kontrolliert werden?

Wichtige Stellen sind Dichtungen, Ritzen im Rahmen, der Bereich hinter Rollos, die Fensterbank und eventuelle Lüftungsschlitze. Dort sammeln sich oft kleine Insekten, Staub und Feuchtigkeit, die für Nachschub sorgen können.

Wie verhindere ich, dass sie durch Licht immer wieder hereinkommen?

Abends helfen geschlossene Vorhänge, reduzierte Innenbeleuchtung am Fenster und ein dicht schließendes Fliegengitter. Außenlicht direkt am Fenster sollte möglichst vermieden oder weiter weg platziert werden.

Welche Rolle spielen Zimmerpflanzen bei dem Problem?

Zimmerpflanzen sind häufige Auslöser, weil auf Erde, Blättern oder Untersetzern Schädlinge leben können. Prüfe vor allem die Blattunterseiten, die Topferde und stehendes Wasser im Übertopf.

Was hilft gegen Tiere, die aus Vorräten kommen?

Kontrolliere Mehl, Müsli, Reis, Nüsse, Tee und Tierfutter in allen Schränken. Verdächtige Produkte gehören in einen verschlossenen Beutel und sollten nicht weiter offen gelagert werden.

Wann sollte ich von einem größeren Befall ausgehen?

Wenn innerhalb kurzer Zeit ständig neue Tiere auftauchen, reicht eine einfache Reinigung meist nicht aus. Dann lohnt sich eine systematische Suche nach Brutquelle, Eintrittsstelle und feuchten Bereichen in der Nähe.

Wie halte ich die Umgebung am Fenster langfristig sauber?

Regelmäßiges Absaugen der Fensterbank, trockenes Wischen und das Entfernen alter Pflanzenreste helfen am meisten. Außerdem sollten Dichtungen intakt sein und Spalten zeitnah abgedichtet werden.

Fazit

Wer die kleinen Besucher am Fenster richtig einordnet, kommt meist schnell zur Ursache. Entscheidend sind sauberes Beobachten, gezieltes Reinigen und das Schließen möglicher Eintrittswege. So lässt sich das Problem meist ohne großen Aufwand dauerhaft reduzieren.

Zusammenfassung
  • Die Tiere möglichst genau ansehen oder ein Foto machen.
  • Fensterbank, Rahmen und angrenzende Flächen absaugen oder auswischen.
  • Küche, Vorratsschränke und Tierfutter prüfen, wenn die Käfer dort auftauchen.
  • Textilien, Teppiche und Staubnischen kontrollieren, wenn die Tiere eher in Wohnräumen sitzen.
  • Spalten, Dichtungen und offene Zugänge an Fenstern abdichten oder sichern.

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