Schwimmbrille beschlägt – welche hilft wirklich?

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 17. Juni 2026 06:39

Die beste Hilfe gegen eine beschlagene Schwimmbrille ist meist eine Kombination aus sauberer Reinigung, dem richtigen Sitz und einer funktionierenden Antibeschlag-Beschichtung. Wer nur an der Oberfläche wischt, behebt das Problem oft nur für eine Bahn, danach ist die Sicht wieder milchig.

Am zuverlässigsten helfen Modelle mit intakter Antifog-Schicht, die nicht trocken gerieben werden, plus kleine Gewohnheiten vor und während des Schwimmens. Wenn die Brille schon neu beschlägt, liegt die Ursache häufig eher an Fett, falscher Pflege oder zu warmer Luft im Glas als an einem angeblichen „schlechten Modell“.

Warum eine Schwimmbrille überhaupt beschlägt

Beschlag entsteht durch Kondensation. Innen trifft warme, feuchte Luft aus der Umgebung oder vom Gesicht auf die kühleren Gläser, und der Wasserdampf schlägt sich als feiner Film nieder. Das passiert besonders schnell beim Aufwärmen am Beckenrand, beim schnellen Temperaturwechsel zwischen Dusche und Wasser oder wenn die Brille innen einen Fettfilm hat.

Viele halten Beschlag für ein Qualitätsproblem der Brille. Das stimmt nur teilweise. Auch gute Modelle beschlagen, wenn die Antibeschlag-Beschichtung verschmutzt, verletzt oder einfach abgenutzt ist. Dann hilft ein neues Paar manchmal erstaunlich viel, oft aber nur, weil die Beschichtung wieder intakt ist.

Ein weiterer Punkt wird oft unterschätzt: Die Brille darf innen fast nie trocken abgerieben werden. Genau das beschädigt die feine Schicht, die eigentlich gegen den Beschlag arbeiten soll. Einmal mit dem Handtuch poliert, und die Sicht wird im Wasser schnell wieder trüb.

Welche Brillentypen am ehesten helfen

Bei der Frage, welche Brille wirklich hilft, ist der Typ wichtiger als der Preis allein. Eine gut sitzende Schwimmbrille mit weichen Dichtungen und ab Werk aufgebrachter Antifog-Beschichtung liefert im Alltag meist die beste Mischung aus Komfort und Sicht. Ein teures Modell, das am Augenhöhlenrand drückt oder Luft zieht, bringt dagegen wenig.

Besonders hilfreich sind Modelle mit breiten, weichen Silikon-Dichtungen. Sie sorgen dafür, dass weniger feuchte Luft an die Innenseite gelangt und der Temperaturunterschied langsamer wirkt. Zusätzlich ist eine leicht gewölbte, klare Sicht sinnvoll, weil man mit weniger Kopfdrehung schwimmt und seltener direkt in warme Luft ausatmet.

Schwimmbrillen mit voraufgetragener Antibeschlag-Schicht sind oft die beste Wahl für Freizeit und Training. Die Beschichtung funktioniert am Anfang meist sehr gut, muss aber sorgsam behandelt werden. Wer eine Brille für häufige Einsätze sucht, sollte deshalb eher auf gute Pflege als nur auf die Werbeaufschrift achten.

Für offene Gewässer oder lange Einheiten sind Modelle mit etwas stärkerem Sitz und robusteren Gläsern sinnvoll. Dort zählen Verlässlichkeit und Blickfeld mehr als ein besonders weiches Gefühl am Auge. Für das Hallenbad mit viel Spritzwasser hilft dagegen oft schon eine einfache, gut gepflegte Brille mit sauberem Antifog-Effekt.

Was wirklich gegen Beschlag hilft

Die wirksamste Lösung ist meist unspektakulär: Innenfläche nicht berühren, nicht trocken reiben, sauber lagern und vor dem Schwimmen nur schonend vorbereiten. Viele Produkte helfen, aber sie wirken nur, wenn die Grundlagen stimmen. Wer dagegen nur Spray benutzt und die Brille danach mit dem T-Shirt abtrocknet, kämpft gegen sich selbst.

Antibeschlag-Sprays oder -Gels können sehr nützlich sein, vor allem bei älteren Brillen. Sie legen einen dünnen Film auf die Glasinnenseite und verbessern die Benetzung durch Wasser. Das funktioniert jedoch nur, wenn die Flächen vorher sauber sind und das Mittel gleichmäßig verteilt wird.

Auch Spucke wird im Schwimmbad erstaunlich oft erwähnt. Sie kann kurzfristig helfen, ist aber kein sauberer Dauerersatz für richtige Pflegeprodukte. Wer empfindliche Augen hat oder hygienisch sauber arbeiten will, fährt mit einem geprüften Antifog-Produkt meist besser.

Bei neuen Brillen reicht oft sogar der richtige Umgang mit der werkseitigen Schicht. Manche Modelle sind innen mit einer Schutzfolie oder einem Film versehen, der vor dem ersten Einsatz nicht entfernt werden sollte. Andere brauchen nur ein kurzes Ausspülen mit klarem Wasser, aber kein Waschen mit Seife im Inneren.

Eine einfache Reihenfolge hilft im Alltag:

  1. Brille innen nur mit klarem Wasser ausspülen.
  2. Keine Finger auf die Innenseite bringen.
  3. Vor dem Aufsetzen prüfen, ob die Dichtung sauber sitzt.
  4. Bei älteren Modellen ein Antibeschlagmittel sparsam verwenden.
  5. Nach dem Schwimmen offen trocknen lassen statt im feuchten Beutel zu lagern.

Der häufigste Fehler bei Antifog

Der größte Fehler ist fast immer zu viel Reibung. Viele wischen die Innenseite mit dem Handtuch ab, weil sie denken, das sei gründlich. Tatsächlich zerstört genau das die Beschichtung oder trägt den dünnen Schutzfilm teilweise ab.

Vorgehensweise
1Brille innen nur mit klarem Wasser ausspülen.
2Keine Finger auf die Innenseite bringen.
3Vor dem Aufsetzen prüfen, ob die Dichtung sauber sitzt.
4Bei älteren Modellen ein Antibeschlagmittel sparsam verwenden.
5Nach dem Schwimmen offen trocknen lassen statt im feuchten Beutel zu lagern.

Ebenso problematisch sind aggressive Reiniger, Seife mit Rückständen oder zu heißes Wasser. Beides kann die Oberfläche angreifen und spätere Beschlagbildung sogar beschleunigen. Wer eine Brille „gründlich“ putzt, macht sie im Zweifel also gerade empfindlicher.

Auch falsch eingestellte Gurte führen indirekt zu Beschlag. Sitzt die Brille zu locker, strömt mehr warme Luft hinein. Sitzt sie zu fest, entstehen Druckstellen und kleine Undichtigkeiten, die man erst im Becken bemerkt.

So findest du die passende Lösung für deinen Fall

Ob eine bestimmte Schwimmbrille hilft, hängt stark davon ab, warum deine aktuelle beschlägt. Wenn das Problem direkt nach dem Aufsetzen beginnt, sind die Dichtung oder der Sitz oft der erste Verdacht. Wenn die Sicht erst nach einigen Minuten kippt, ist eher die Beschichtung oder die Pflege das Thema.

Ein sinnvoller Ablauf ist: Erst den Sitz prüfen, dann die Innenseite sauber halten, anschließend die Beschichtung beurteilen. Bleibt der Beschlag trotz guter Pflege bestehen, lohnt sich eine Brille mit neuem Antifog oder ein separates Antibeschlagmittel. Wenn selbst das kaum hilft, liegt oft ein Temperatur- oder Lüftungsproblem vor, etwa bei stark schwankenden Bedingungen im Hallenbad.

Praxisnah gedacht: Wer nur einmal pro Woche locker schwimmt, braucht meist kein Hochleistungsmodell. Eine bequeme Brille mit guter Dichtung und sauberem Antifog reicht oft völlig. Wer mehrmals pro Woche trainiert, profitiert eher von einem robusten Modell und einem festen Pflegeablauf.

Beschlag im Hallenbad, Freibad und offenen Wasser

Im Hallenbad ist Beschlag am häufigsten, weil warme Raumluft und kaltes Beckenwasser stark aufeinandertreffen. Dazu kommt die feuchte Umgebungsluft in der Schwimmhalle. Gerade bei längeren Pausen am Beckenrand beschlagen Gläser dann gerne schneller.

Im Freibad spielt die Umgebungstemperatur eine andere Rolle. An warmen Tagen ist das Problem oft schwächer, bei kühlen Morgenstunden oder Wind aber weiterhin deutlich spürbar. Sonneneinstrahlung kann zusätzlich stören, weil man die verschmierte Sicht stärker wahrnimmt.

Im offenen Wasser kommt häufig noch der Faktor Bewegungswechsel dazu. Wer beim Einstieg ins kalte Wasser schnell atmet oder die Brille sehr warm anlegt, erzeugt innen rasch Feuchtigkeit. Dort hilft oft weniger das Einzelprodukt als vielmehr eine verlässliche Kombination aus guter Passform, Beschichtung und ruhigem Start.

Pflege, die den Effekt länger erhält

Eine gute Brille hält ihre beschlaghemmende Wirkung deutlich länger, wenn sie richtig gepflegt wird. Das bedeutet: nach dem Schwimmen mit klarem Wasser abspülen, an der Luft trocknen lassen und geschützt lagern. Am besten liegt sie in einem festen Etui oder einem sauberen, trockenen Beutel, damit die Innenseite nicht verkratzt.

Wer die Brille regelmäßig pflegt, muss seltener nachkaufen. Das spart Geld und erhält die Sicht stabiler. Gerade günstige Brillen können dadurch länger brauchbar bleiben, obwohl sie ohne Pflege schnell ihren Dienst versagen würden.

Auch der Lagerort zählt. Im heißen Auto, in direkter Sonne oder zusammengequetscht in der Sporttasche altert die Beschichtung schneller. Ein paar Grad zu viel und ein Stück Stoff mit Fusseln reichen manchmal schon, um die Oberfläche unnötig zu belasten.

Wann ein neues Modell sinnvoller ist

Ein neues Modell lohnt sich dann, wenn die alte Brille innen bereits sichtbar stumpf ist, das Antifog kaum noch wirkt oder ständig Wasser eindringt. Wer immer wieder nachbehandeln muss und trotzdem kaum freie Sicht hat, wird mit einem frischen Paar meist schneller glücklich.

Das gilt auch, wenn die Brille zwar beschlagarm ist, aber schlecht sitzt. Ein gutes Antibeschlagmittel kann keine schlechte Passform heilen. Umgekehrt bringt eine perfekte Dichtung wenig, wenn der Blick nach kurzer Zeit milchig wird und man die Bahnmarkierung nur noch erahnt.

Manchmal ist der Wechsel auf ein anderes Modell sogar die einfachste Lösung. Unterschiede bei Gläsern, Nasensteg und Dichtungen sind im Schwimmbereich größer, als viele denken. Zwei Brillen aus ähnlicher Preisklasse können sich im Wasser komplett unterschiedlich verhalten.

Typische Alltagssituationen

Ein Kind nutzt die Brille nur im Unterricht, nimmt sie ständig ab und setzt sie wieder auf. Dann ist oft weniger das Material das Problem als die ständige Berührung der Innenseite. Eine robust sitzende Brille mit einfacher Pflege ist hier meist sinnvoller als ein empfindliches Sportmodell.

Eine Freizeitschwimmerin trainiert zweimal pro Woche und beschlägt schon nach zehn Minuten die Sicht. In diesem Fall hilft oft ein sauberer Neustart: Innenseite schonend reinigen, Antifog neu auftragen und den Sitz im trockenen Zustand prüfen. Bleibt der Effekt schwach, ist ein Modellwechsel naheliegend.

Ein Triathlet springt aus der Umkleide direkt ins Wasser und ärgert sich über Beschlag beim ersten Kraulzug. Hier zählt ein ruhiger Start mehr als alles andere. Wer die Brille vorher kurz aufwärmen lässt, das Innere trocken hält und die Beschichtung pflegt, hat meist deutlich weniger Probleme.

Woran du eine gute Brille erkennst

Eine gute Schwimmbrille muss nicht teuer sein, aber sie sollte sauber abdichten, angenehm sitzen und eine brauchbare Antifog-Schicht besitzen. Druckstellen am Auge, hohe Undichtigkeit und schneller Beschlag sind Warnzeichen. Schon beim Probieren lässt sich oft erkennen, ob das Modell zum eigenen Gesicht passt.

Hilfreich ist, wenn die Brille beim kurzen Ansaugen ohne Gurt kurz hält, aber nicht schmerzhaft klebt. Das ist ein einfacher Hinweis auf den Sitz. Wer nach wenigen Minuten tränen muss oder die Brille ständig nachdrücken will, sollte lieber nach einem anderen Modell suchen.

Auch die Verarbeitung sagt viel aus. Scharfkantige Ränder, billige Dichtungen oder ein unstimmiger Nasensteg rächen sich im Wasser schnell. Eine solide Brille fühlt sich im Trockentest oft unspektakulär an, liefert aber im Becken die ruhigere Sicht.

Fehler vermeiden, Sicht behalten

Die beste Strategie ist meistens die einfache. Brille sauber halten, Beschichtung schonen, Passform prüfen und bei Bedarf ein geeignetes Antibeschlagmittel verwenden. Wer diese vier Punkte beachtet, löst das Problem in vielen Fällen dauerhaft oder zumindest für lange Zeit.

Wichtig ist vor allem, die Ursache richtig einzuordnen. Beschlag wegen einer beschädigten Innenseite verlangt etwas anderes als Beschlag durch Wärme und Dampf. Erst wenn klar ist, was die Feuchtigkeit auslöst, lässt sich gezielt gegensteuern.

So wird aus der ständig beschlagenen Brille wieder ein brauchbares Trainingswerkzeug. Und genau das will man im Wasser ja haben: freie Sicht statt Nebel im Mini-Format.

Die schnellste wirksame Vorgehensweise vor dem ersten Zug

Bevor du ins Becken gehst, lohnt sich ein kurzer Ablauf, der in vielen Fällen sofort hilft. Spüle die Innenseite der Gläser nur mit klarem Wasser ab, damit Staub und Rückstände verschwinden. Reibe die Scheiben danach nicht trocken, sondern lasse einen dünnen Film aus Wasser stehen. Genau dieser Schritt sorgt oft dafür, dass sich die Sicht nicht schon nach wenigen Minuten zusetzt.

Kontrolliere anschließend den Sitz am Gesicht. Drückt die Brille an einer Stelle zu stark oder liegt sie an der Nase schief, gelangt mehr feuchte Luft in den Innenraum. Ein gleichmäßiger Abschluss am Rand ist wichtiger als ein sehr festes Gummiband. Zu hoher Druck verbessert die Abdichtung selten, sondern verteilt die Probleme nur anders.

  • Gläser vor dem Schwimmen nur mit Wasser abspülen.
  • Die Innenseite nicht mit dem Handtuch abreiben.
  • Band so einstellen, dass die Brille dicht, aber nicht gepresst sitzt.
  • Nach dem Aufsetzen ein bis zwei Minuten prüfen, ob sich Kondenswasser bildet.

Antifog richtig auftragen und nicht sofort wieder zerstören

Ein Antibeschlagmittel wirkt nur dann zuverlässig, wenn es sauber aufgetragen wird. Viele Modelle haben bereits eine werkseitige Beschichtung. Diese bleibt am längsten erhalten, solange die Innenseite nicht mit den Fingern gerieben wird. Wer zusätzlich ein Spray oder Gel verwendet, sollte sparsam vorgehen und die Flächen gleichmäßig benetzen. Zu viel Produkt führt eher zu Schlieren als zu klarer Sicht.

Nach dem Auftragen braucht die Beschichtung meist etwas Ruhe. Erst kurz einwirken lassen, dann nur leicht mit Wasser verteilen. Wärme, Reibung und Seife greifen die Schicht an. Genau deshalb sollte eine Schwimmbrille niemals mit normalem Spülmittel, Duschgel oder Glasreiniger behandelt werden. Solche Mittel entfernen die Schutzschicht schneller, als sie neue Wirkung aufbauen.

So bleibt die Beschichtung länger erhalten

  1. Brille nach dem Schwimmen mit klarem Wasser ausspülen.
  2. Nur außen mit einem weichen Tuch abtupfen.
  3. Innen nicht polieren und nicht trockenreiben.
  4. Trocken und geschützt lagern, am besten in einem Etui.
  5. Antifog erst erneuern, wenn der Effekt spürbar nachlässt.

Material, Form und Passung sinnvoll auswählen

Nicht jedes Modell verhält sich gleich, auch wenn es auf den ersten Blick ähnlich wirkt. Kleine, dicht anliegende Gläser eignen sich oft besser für ruhiges Training oder Bahnenschwimmen, weil sie weniger Angriffsfläche für warme Atemluft bieten. Größere Panoramamodelle liefern zwar ein breiteres Sichtfeld, brauchen aber einen besonders sauberen Sitz. Schon ein minimaler Spalt kann reichen, damit sich innen Feuchtigkeit sammelt.

Auch die Dichtlippe spielt eine wichtige Rolle. Weiche, gut geformte Silikonränder legen sich meist zuverlässiger an das Gesicht an als harte oder ausgeleierte Dichtungen. Für schmale Gesichter sind oft Modelle mit flacherem Profil angenehmer. Wer eine Brille mit verstellbarem Nasensteg nutzt, kann die Auflage besser anpassen und damit beschlagene Stellen häufiger vermeiden.

  • Für ruhiges Schwimmen eher kompakte, dicht anliegende Gläser wählen.
  • Bei breiter Sicht auf eine sauber anliegende Dichtlippe achten.
  • Verschiedene Nasensteg-Größen ausprobieren, wenn die Brille innen feucht wird.
  • Weiche Silikonränder behalten oft länger ihre Dichtwirkung.

Typische Ursachen im Training und bei häufigem Gebrauch

Beschlag entsteht nicht nur durch das Modell selbst, sondern oft durch kleine Gewohnheiten. Wer die Brille vor dem Start mehrmals absetzt, fasst die Innenseite an oder setzt sie mit nassen Händen voller Fett- und Sonnencremereste auf, verändert die Oberfläche sofort. Auch Chlor, Salzwasser und Ablagerungen aus dem Becken können die Schutzschicht angreifen. Je häufiger die Brille benutzt wird, desto wichtiger wird eine saubere Routine.

Ein weiterer Punkt ist die Körpertemperatur. Wer sich vor dem Einstieg kräftig aufwärmt oder direkt aus der warmen Umkleide ins kühle Wasser geht, erzeugt starke Temperaturunterschiede. Dann schlägt sich Feuchtigkeit im Inneren schneller nieder. In solchen Situationen hilft es, die Brille erst kurz vor dem Einstieg aufzusetzen und die Gläser vorher mit Wasser zu benetzen.

Besonders zuverlässig bleibt die Sicht, wenn du mehrere Maßnahmen kombinierst statt nur auf ein einzelnes Produkt zu setzen. Gute Passform, saubere Gläser und eine intakte Beschichtung wirken zusammen deutlich besser als ein teures Modell mit falscher Pflege.

Eine einfache Routine für dauerhaft freie Sicht

Mit einem festen Ablauf lässt sich das Problem im Alltag meist gut kontrollieren. Nach dem Schwimmen wird die Brille nur ausgespült und nicht geschrubbt. Vor dem nächsten Einsatz prüfst du den Rand, die Gläser und den Nasenbereich auf Ablagerungen. Erst danach setzt du das Modell auf und kontrollierst kurz im Wasser, ob noch Feuchtigkeit nachzieht. Diese wenigen Schritte reichen oft schon, damit die Sicht stabil bleibt.

Hilfreich ist außerdem, eine Ersatzbrille griffbereit zu haben, wenn du regelmäßig trainierst. So kannst du ein stark abgenutztes Modell rechtzeitig austauschen, statt dich mit nachlassender Beschichtung zu arrangieren. Sobald die Innenseite trotz Pflege schnell milchig wird oder sich die Gläser nicht mehr gleichmäßig reinigen lassen, ist meist nicht die Technik das Problem, sondern der Verschleiß.

  • Vor dem Start auf saubere, trockene Außenseite achten.
  • Innenseite nur mit Wasser behandeln.
  • Brille erst kurz vor dem Einstieg aufsetzen.
  • Bei sichtbarer Abnutzung die Dichtwirkung und Beschichtung neu bewerten.

Fragen und Antworten

Wie verhindere ich, dass die Brille schon vor dem Einstieg beschlägt?

Spüle die Gläser vor dem ersten Gebrauch nur mit klarem Wasser ab und reibe die Innenseite nicht trocken. Viele Modelle kommen mit einer Antifog-Beschichtung, die durch Reiben schnell leidet. Setze die Brille erst direkt vor dem Schwimmen auf und vermeide unnötige Temperaturwechsel.

Hilft Spülmittel gegen Beschlag?

Ein winziger Rest milder Spülmittellösung kann kurzfristig helfen, ersetzt aber keine saubere Pflege und keine gute Antifog-Behandlung. Die Mischung muss sehr schwach sein, damit die Augen nicht gereizt werden. Danach die Gläser nur leicht ausspülen und nicht trocken reiben.

Was bringt Antibeschlag-Spray wirklich?

Ein gutes Spray kann die Sicht deutlich verbessern, vor allem bei älteren Brillen ohne intakte Beschichtung. Entscheidend ist die richtige Anwendung, denn zu viel Produkt hinterlässt Schlieren. Auf die trockene Innenseite aufsprühen, kurz einwirken lassen und nur sanft verteilen.

Kann ich meine vorhandene Schwimmbrille noch retten?

Ja, oft schon. Wenn nur die Beschichtung nachgelassen hat, hilft ein Antifog-Mittel oder ein vorsichtig gepflegtes Ersatzprodukt für die Innenseite. Sind die Gläser aber zerkratzt oder die Dichtung sitzt nicht mehr dicht, lohnt eher ein Austausch.

Warum beschlägt die Brille im warmen Hallenbad besonders schnell?

Der starke Unterschied zwischen warmer Luft, warmem Wasser und der kühleren Brille führt dort häufiger zu Kondenswasser. Zusätzlich setzen sich Chlor, Fett und Schmutz auf der Innenfläche fest. Wer die Brille vorwärmt und sauber hält, verbessert die Sicht oft merklich.

Ist Anti-Fog dauerhaft wirksam?

Nein, die Wirkung lässt mit der Zeit nach. Wie lange sie hält, hängt von Beschichtung, Pflege und Nutzungshäufigkeit ab. Wer die Innenseite schonend behandelt und keine scheuernden Tücher nutzt, verlängert die Wirkung deutlich.

Wie gehe ich nach dem Schwimmen mit der Brille um?

Spüle sie direkt mit klarem, nicht zu heißem Wasser ab und lasse sie an der Luft trocknen. Bewahre sie danach in einem Etui auf, damit die Beschichtung geschützt bleibt. So bleibt die Sicht im nächsten Training besser und die Gläser altern langsamer.

Welche Rolle spielt die Passform beim Beschlagen?

Eine gute Passform sorgt dafür, dass weniger Feuchtigkeit und warme Luft an die Innenseite gelangen. Sitzt die Brille zu locker, staut sich leichter Kondenswasser. Drückt sie zu stark, kann das ebenfalls die Sicht verschlechtern und die Nutzung unangenehm machen.

Kann Haarspray oder Sonnencreme das Problem verschlimmern?

Ja, solche Rückstände setzen sich gern auf der Innenseite oder am Rand fest. Dadurch verteilt sich Feuchtigkeit schlechter und die Sicht wird schneller milchig. Vor dem Aufsetzen sollten Hände, Stirn und Brillenbereich möglichst sauber und trocken sein.

Lohnt sich ein Modell mit Doppelglas?

Doppelglas kann bei manchen Brillen die Temperaturunterschiede besser abfedern und dadurch den Beschlag reduzieren. Es ist aber kein Ersatz für gute Pflege oder eine brauchbare Beschichtung. Wer oft trainiert, sollte Doppelglas eher als Pluspunkt sehen und nicht als alleinige Lösung.

Fazit

Am zuverlässigsten hilft eine Kombination aus intakter Antifog-Beschichtung, sauberer Handhabung und passender Passform. Wer die Gläser nicht reibt, die Brille nach dem Training richtig pflegt und bei Bedarf ein geeignetes Antibeschlag-Mittel nutzt, bekommt die Sicht meist gut in den Griff. Ist die Beschichtung verschlissen oder sitzt das Modell schlecht, bringt ein Wechsel mehr als weitere Versuche mit denselben Fehlern.

Zusammenfassung
  • Gläser vor dem Schwimmen nur mit Wasser abspülen.
  • Die Innenseite nicht mit dem Handtuch abreiben.
  • Band so einstellen, dass die Brille dicht, aber nicht gepresst sitzt.
  • Nach dem Aufsetzen ein bis zwei Minuten prüfen, ob sich Kondenswasser bildet.

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