Wie lange dauert es, bis Wasser durch die Decke kommt?

Lesedauer: 15 Min
Aktualisiert: 12. Juni 2026 06:46

Das hängt stark von der Wassermenge, dem Schaden in der Leitung oder im Boden darüber und dem Aufbau der Decke ab. Manchmal zeigen sich nach wenigen Minuten erste feuchte Stellen, in anderen Fällen dauert es Stunden oder sogar bis zum nächsten Tag, bis Wasser sichtbar wird.

Wasser sucht sich fast immer den einfachsten Weg. Deshalb kann die Stelle, an der es unten sichtbar wird, deutlich neben der eigentlichen Ursache liegen.

Wovon die Dauer wirklich abhängt

Ob Wasser schnell durch die Decke dringt, hängt vor allem davon ab, wie viel Wasser austritt und wie stark die Decke bereits durchfeuchtet ist. Eine kleine Undichtigkeit in einer Leitung kann sich erst langsam bemerkbar machen, während ein größerer Rohrbruch schon nach kurzer Zeit nasse Flecken, Tropfen oder sogar durchhängende Putzbereiche verursacht.

Auch der Aufbau spielt eine große Rolle. Eine massive Betondecke verhält sich anders als eine abgehängte Decke mit Dämmung, Hohlräumen und Verkleidungen. In Hohlräumen kann Wasser zunächst unsichtbar laufen, bevor es an einer Kante, an einer Fuge oder an einer Leuchte austritt.

Typisch ist außerdem, dass Wasser nicht direkt senkrecht nach unten kommt. Es kann über Balken, Rohre, Dämmmaterial oder Kabelwege laufen. Dadurch ist die sichtbare Stelle unten oft nur ein Hinweis, aber noch keine sichere Aussage über den Ursprung.

So läuft ein Wasserschaden oft ab

Am Anfang ist häufig nur eine leichte Verfärbung zu sehen. Das ist die Phase, in der viele den Schaden noch unterschätzen, weil die Stelle klein wirkt und sich kaum verändert. Nach einiger Zeit wird die Fläche dunkler, weicher oder wellig.

Später kann der Putz aufquellen, Farbe abblättern oder sich ein feuchter Rand bilden. Bei stärkerem Wassereintritt kommen Tropfen, Laufspuren oder sogar herabhängende Teile dazu. Dann sollte man nicht mehr abwarten, denn Feuchtigkeit breitet sich im Material weiter aus und kann Folgeschäden verursachen.

Ein hilfreicher Gedanke ist: Sichtbar wird das Problem oft später als es tatsächlich entstanden ist. Wer erst handelt, wenn Wasser tropft, hat den Beginn des Schadens meist schon verpasst.

Die ersten Schritte bei Verdacht

Ein ruhiges, schnelles Vorgehen spart später Ärger. Zuerst sollte die Wasserquelle gesucht und, wenn möglich, gestoppt werden. Danach ist es wichtig, den Bereich zu sichern, damit nichts durchweicht oder herunterfällt.

  1. Wasserzufuhr prüfen und, falls nötig, absperren.
  2. Elektrogeräte, Lampen und Verlängerungskabel im betroffenen Bereich außer Betrieb nehmen.
  3. Feuchte Stellen markieren oder fotografieren, damit sich der Ablauf später besser nachvollziehen lässt.
  4. Nachbarn, Vermieter, Hausverwaltung oder die Gebäudeversicherung informieren, falls der Schaden nicht aus der eigenen Wohnung kommt.
  5. Den Bereich weiter beobachten, aber nicht blind öffnen oder aufstemmen.

Gerade der letzte Punkt ist wichtig. Wer ohne Plan an der Decke herumbohrt oder sie großflächig öffnet, kann Leitungen treffen oder den Schaden vergrößern. Bei Unsicherheit ist es besser, eine Fachfirma oder den Hausmeisterdienst einzuschalten.

Woran man die Ursache grob erkennt

Ein Feuchtigkeitsfleck direkt unter einem Bad oder einer Küche über mehrere Stockwerke deutet oft auf eine Leitung, eine Dichtung oder ein Abflussproblem hin. Ein Schaden an einer Außenwand oder nach starkem Regen spricht eher für eindringendes Wasser von außen, etwa über Fassade, Dachanschluss oder ein undichtes Fenster.

Vorgehensweise
1Wasserzufuhr prüfen und, falls nötig, absperren.
2Elektrogeräte, Lampen und Verlängerungskabel im betroffenen Bereich außer Betrieb nehmen.
3Feuchte Stellen markieren oder fotografieren, damit sich der Ablauf später besser nachvollziehen lässt.
4Nachbarn, Vermieter, Hausverwaltung oder die Gebäudeversicherung informieren, falls der Schaden nicht aus der eigenen Wohnung kommt.
5Den Bereich weiter beobachten, aber nicht blind öffnen oder aufstemmen.

Wenn die Decke nur an einer Ecke nass wird, liegt die Ursache häufig nicht direkt darüber, sondern etwas versetzt. Das gilt besonders bei Leitungen in der Decke oder bei Wasser, das sich in der Dämmung verteilt. Ist zusätzlich ein muffiger Geruch vorhanden, ist die Feuchtigkeit oft schon länger im Material.

Manchmal entsteht auch ein Missverständnis: Nicht jede nasse Decke bedeutet sofort einen großen Rohrbruch. Ein schwitzender Kaltwasserbereich, Kondenswasser an Leitungen oder ein kleiner Rückstau im Abfluss kann ebenfalls Feuchtigkeit verursachen. Trotzdem gilt: Jede neue nasse Stelle sollte ernst genommen werden.

Was man auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen sollte

Besonders heikel wird es, wenn sich Wasser in der Nähe von Strom, Leuchten oder Deckenlampen sammelt. Dann sollte der betroffene Stromkreis, wenn sicher erreichbar, abgeschaltet werden. Kommt Wasser durch eine Leuchte oder tropft direkt aus einer Installation, ist Vorsicht angesagt.

Auch bei abgehängten Decken ist Zurückhaltung sinnvoll. Dort kann sich Wasser sammeln, ohne dass man es sofort sieht. Solche Bereiche können schwerer werden und im schlimmsten Fall nachgeben. Wer unsicher ist, sollte den Raum nicht unnötig belasten und keine schweren Gegenstände unter die betroffene Stelle stellen.

Ein realistischer Blick auf die Zeitspannen

Bei einem kleinen Leck dauert es oft länger, bis Wasser sichtbar wird. Das kann von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen reichen, besonders wenn der Austritt langsam ist und das Material zunächst aufnimmt. Bei einer größeren Undichtigkeit kann es dagegen innerhalb weniger Minuten zu ersten Tropfen kommen.

Eine grobe Orientierung hilft: Je größer die Menge, je weicher oder offener der Deckenaufbau und je kürzer der Weg bis zur Oberfläche, desto schneller zeigt sich der Schaden. Je kleiner das Leck und je dichter die Konstruktion, desto länger bleibt es oft verborgen.

Wer also fragt, wann Wasser durch die Decke kommt, bekommt selten eine exakte Minute als Antwort. Entscheidend ist eher die Kombination aus Ursache, Durchfluss und Deckenaufbau. Genau deshalb ist frühes Handeln wichtiger als Abwarten.

Wenn die Stelle trocken wirkt, der Schaden aber weiterläuft

Eine Decke kann innen nass sein, obwohl außen noch kaum etwas zu sehen ist. Das passiert vor allem bei Dämmung, Hohlräumen und mehrschichtigen Decken. Dann wandert die Feuchtigkeit weiter, bis sie an einer schwächeren Stelle austritt.

In so einer Situation reicht es nicht, nur die sichtbare Stelle abzutupfen. Die eigentliche Arbeit beginnt bei der Suche nach der Quelle und bei der Trocknung des Bauteils. Wird das übersehen, kann sich Schimmel bilden oder der Putz später erneut aufgehen.

Manchmal hilft schon die Beobachtung über einige Stunden: Verändert sich der Fleck, wird er größer oder entsteht ein Rand, spricht das eher für aktiven Wassereintritt. Bleibt er gleich und trocknet langsam ab, kann auch Restfeuchtigkeit die Ursache sein. Ganz sicher ist man damit allein aber selten.

Typische Fehler, die später teuer werden

Ein häufiger Fehler ist, die Ursache mit der sichtbaren Stelle zu verwechseln. Wasser an der Decke bedeutet nicht automatisch, dass direkt darüber auch das Leck sitzt. Wer am falschen Punkt sucht, verliert Zeit und verschlimmert womöglich die Lage.

Ebenso problematisch ist es, zu lange zu warten, weil der Fleck noch klein aussieht. Feuchtigkeit arbeitet im Hintergrund weiter. Tapeten, Farbe, Dämmung und Putz reagieren oft später, aber dann umso deutlicher.

Ein weiterer Klassiker: Die Stelle wird nur oberflächlich trocken gewischt, während der nasse Untergrund unangetastet bleibt. Dann sieht die Decke für einen Moment besser aus, das eigentliche Problem bleibt jedoch bestehen.

Wenn der Schaden aus der Wohnung darüber kommt

Kommt das Wasser aus einer höheren Wohnung, sollte der Ursprung dort ebenfalls geprüft werden. Häufig sind es defekte Dichtungen, ein überlaufender Waschmaschinenanschluss, ein verstopfter Abfluss oder eine undichte Dusche. In Mehrfamilienhäusern ist es sinnvoll, den Schaden früh zu melden, damit oben und unten parallel geschaut werden kann.

Wichtig ist dabei, sachlich zu bleiben und den Ablauf zu dokumentieren. Fotos, Uhrzeiten und sichtbare Veränderungen helfen später bei der Klärung mit Vermieter, Hausverwaltung oder Versicherung. Je früher diese Informationen vorliegen, desto einfacher wird die Einordnung.

Praxisnah sieht das oft so aus: Unten wird ein heller Fleck bemerkt, oben lief am Abend zuvor Wasser aus der Dusche über. Obwohl die Stellen nicht exakt übereinander liegen, passt das Gesamtbild meist zusammen. Genau solche Zusammenhänge machen die Ursachensuche einfacher.

Wenn Regen der Auslöser ist

Trifft der Schaden nach starkem Regen oder Sturm auf, liegt die Ursache oft außerhalb der Wohnung. Dann kommen Dach, Fassade, Balkonanschluss, Fensterlaibung oder eine verstopfte Dachentwässerung infrage. Auch kleine Undichtigkeiten können bei anhaltendem Regen plötzlich sichtbar werden.

In solchen Fällen ist die Geschwindigkeit besonders tückisch. Bei trockenem Wetter bleibt alles unauffällig, bei Niederschlag tritt das Problem wieder auf. Wer das Muster erkennt, hat bereits einen wichtigen Hinweis auf die Ursache.

Eine sinnvolle Beobachtung ist deshalb immer: Wann tritt die Feuchtigkeit auf, wie lange nach dem Regen und an welcher Stelle zuerst? Diese drei Punkte sagen oft mehr aus als der erste Blick auf den Fleck.

Wie man die Lage sinnvoll eingrenzt

Für die Eingrenzung helfen einfache Fragen: Wo ist die Feuchtigkeit zuerst aufgetreten, was befindet sich direkt darüber, und tritt das Problem nur bei Nutzung oder auch ohne Nutzung auf? Aus diesen Hinweisen lässt sich meist schon ableiten, ob eher eine Leitung, ein Abfluss oder eine Außenabdichtung betroffen ist.

Auch Geruch und Materialverhalten geben Hinweise. Muffiger Geruch, weiche Stellen und ablösende Farbe sprechen für länger anhaltende Nässe. Tropfen, die plötzlich auftreten, deuten eher auf einen aktiven Zulauf hin.

Wer Zugang zu einem Feuchtigkeitsmessgerät hat, kann damit zusätzlich prüfen, ob die Stelle nur oberflächlich oder tiefer durchfeuchtet ist. Das ersetzt keine fachliche Diagnose, macht den Unterschied zwischen Oberflächenfeuchte und echter Durchfeuchtung aber oft besser sichtbar.

Ein kurzer realistischer Ablauf bei akutem Verdacht

Stell dir vor, an der Wohnzimmerdecke bildet sich am Abend ein dunkler Fleck. Zuerst wird der Strombereich in der Nähe abgeschaltet, dann werden Möbel weggeschoben und der Fleck fotografiert. Danach folgt die Frage, ob darüber ein Bad, eine Leitung oder ein Balkon liegt.

Am nächsten Schritt entscheidet sich vieles: Ist oben etwas ausgetreten, muss die Ursache dort gesucht werden. Tritt der Fleck nach Regen auf, lohnt der Blick auf Dach oder Fassade. Wird der Fleck größer, sollte rasch ein Fachmann hinzukommen, damit aus einer feuchten Stelle kein größerer Bauschaden wird.

So bleibt das Vorgehen überschaubar: sichern, beobachten, Ursache eingrenzen, Hilfe holen. Genau diese Reihenfolge spart Zeit und verhindert, dass aus Unsicherheit unnötige Schäden entstehen.

Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist

Sobald Strom, größere Wassermengen oder sichtbare Verformungen im Spiel sind, ist Unterstützung sinnvoll. Auch wenn die Ursache nicht klar erkennbar ist oder die Feuchtigkeit immer wiederkehrt, sollte man eine Fachfirma oder den zuständigen Hausdienst einschalten.

Besonders bei Mietobjekten ist es besser, früh Bescheid zu geben. Dann kann geklärt werden, ob Vermieter, Hausverwaltung, Versicherung oder ein Handwerksbetrieb zuständig ist. Wer zu lange wartet, riskiert Diskussionen über Folgeschäden, die sich oft hätten vermeiden lassen.

Am Ende gilt eine einfache Regel: Je früher gehandelt wird, desto eher bleibt der Schaden begrenzt. Wasser verzeiht wenig, aber es kündigt sich oft mit kleinen Hinweisen an, bevor es richtig sichtbar wird.

Die Zeitspanne hängt stark davon ab, wie viel Wasser austritt, wo sich die Leckstelle befindet und wie schnell die Feuchtigkeit eine Schwachstelle im Aufbau findet. Eine kleine Undichtigkeit bleibt manchmal über Stunden verborgen, während ein stärkerer Defekt in kurzer Zeit sichtbare Spuren an der Unterseite hinterlässt. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern auch der Weg durch Estrich, Dämmung, Putz und Deckenaufbau.

Woran sich die sichtbare Stelle oft zuerst zeigt

Die erste Verfärbung erscheint häufig nicht direkt unter dem eigentlichen Schaden, sondern an einer Stelle, an der das Wasser gesammelt wird oder einen Rand erreicht. Das kann ein Deckenstoß, eine Fuge, eine Leuchte oder eine leicht geschwächte Fläche sein. Gelbliche Ränder, dunklere Flecken oder eine wellige Oberfläche sind typische Hinweise darauf, dass Feuchtigkeit bereits länger unterwegs ist.

Je nach Aufbau der Decke kann das Wasser zunächst im Material verteilt werden, bevor es nach unten austritt. Bei einer abgehängten Decke sammelt es sich oft in Hohlräumen, bei massiven Decken kann es sich entlang von Rissen oder Durchdringungen ausbreiten. Deshalb sagt ein einzelner Fleck noch nicht alles über den Ursprung aus.

So geht man bei einem akuten Verdacht sinnvoll vor

Zuerst sollte die Wasserquelle gestoppt werden. Ist der Auslöser im eigenen Bereich erkennbar, hilft das Schließen eines Ventils, das Abschalten betroffener Geräte oder das Unterbrechen des Zulaufs. Kommt das Wasser von oben oder aus einer Leitung im Gebäude, zählt jede Minute, in der der Zufluss weiterläuft.

  1. Bereich sichern und elektrische Geräte in der Nähe ausschalten.
  2. Wasser auffangen, damit es sich nicht weiter ausbreitet.
  3. Betroffene Möbel und Gegenstände aus dem Gefahrenbereich bringen.
  4. Die betroffene Stelle fotografieren, bevor sie verändert wird.
  5. Bei größerem Austritt Hausverwaltung, Vermieter oder Fachbetrieb informieren.

Wichtig ist, nicht nur die sichtbare Stelle zu beachten. Auch angrenzende Wände, Sockelbereiche und benachbarte Räume sollten geprüft werden, denn Feuchtigkeit wandert oft seitlich weiter. Ein sauber dokumentierter Zustand hilft später bei der Einordnung des Schadens und bei der Klärung der Ursache.

Welche Trocknungsschritte jetzt den Unterschied machen

Nach dem Stoppen der Ursache sollte die betroffene Fläche nicht einfach abgewartet werden. Ziel ist, die Restfeuchte aus der Konstruktion herauszubekommen, bevor sich Schimmel oder weitere Materialschäden bilden. Bei kleinen Mengen kann bereits intensives Lüften helfen, doch bei durchfeuchteten Bauteilen reicht das meist nicht aus.

Praktisch ist folgendes Vorgehen:

  • Fenster regelmäßig stoßlüften, besonders nach einer Phase hoher Luftfeuchte.
  • Heizung moderat betreiben, damit die Luft Feuchtigkeit aufnehmen kann.
  • Möbel mit Abstand zur Wand stellen, damit Luft zirkulieren kann.
  • Teppiche, Matten oder lose Bodenbeläge entfernen, wenn sie nass geworden sind.
  • Bei stärkerem Durchfeuchten einen Bautrockner oder Fachbetrieb einsetzen lassen.

Ein Luftentfeuchter kann die Trocknung beschleunigen, ersetzt aber keine Ursachenprüfung. Wenn Wasser in Dämmung, Putz oder Hohlräume gelangt ist, muss die Konstruktion oft geöffnet oder technisch getrocknet werden. Sonst bleibt die Feuchte im Inneren und wird später erneut sichtbar.

Wann die Ursache ohne Hilfe kaum zu finden ist

Manche Stellen wirken trocken, obwohl im Inneren noch Wasser vorhanden ist. Das passiert besonders bei verdeckt liegenden Leitungen, bei Rissen im Fliesenbereich oder bei Leckagen in Boden- und Deckenkonstruktionen. Dann braucht es Messgeräte, Erfahrung mit Baustoffen und oft eine systematische Leckageortung.

Hilfreich sind vor allem diese Anzeichen:

  • Der Fleck vergrößert sich nach kurzer Zeit wieder.
  • Es riecht modrig, obwohl die Oberfläche unauffällig wirkt.
  • Die Decke fühlt sich weich an oder zeigt leichte Verformungen.
  • Nach Regen oder Duschen verändert sich der Schaden erneut.
  • Mehrere Stellen sind betroffen, ohne dass die Austrittsstelle sichtbar ist.

In solchen Fällen ist eine schnelle Prüfung durch Fachleute oft die beste Lösung, weil dadurch unnötiges Öffnen vermieden werden kann. Je früher die Lage eingegrenzt wird, desto kleiner bleibt der bauliche Eingriff und desto geringer ist meist der Folgeschaden.

Wie man Folgeschäden an Decke, Wand und Einrichtung begrenzt

Nach dem ersten Eingreifen geht es darum, den Schaden nicht weiter wachsen zu lassen. Dazu gehört, den Feuchtebereich klar abzugrenzen und empfindliche Materialien zu schützen. Putz, Tapeten, Dämmstoffe und Holz reagieren unterschiedlich schnell auf Wasser, deshalb sollte nicht nur die Oberfläche betrachtet werden.

Bewährt hat sich ein geordnetes Vorgehen:

  1. Den feuchten Bereich markieren, damit Veränderungen sichtbar bleiben.
  2. Regelmäßig prüfen, ob neue Stellen auftreten.
  3. Elektrische Installationen in dem Bereich nur von Fachleuten kontrollieren lassen.
  4. Lose Tapeten oder aufgequollene Materialteile nicht vorschnell abreißen, wenn dadurch mehr Fläche beschädigt würde.
  5. Nach der Trocknung die Stelle auf verdeckte Restfeuchte prüfen lassen.

Auch die Einrichtung sollte nicht zu lange in der feuchten Zone bleiben. Holz, Polster und Karton nehmen Wasser schnell auf und geben es langsam wieder ab. Wer früh ausräumt, reduziert das Risiko von Gerüchen, Verfärbungen und dauerhaftem Materialverlust.

FAQ

Woran erkennt man zuerst, dass Wasser in der Decke steckt?

Typische Anzeichen sind Verfärbungen, dunkle Ränder, kleine Blasen im Anstrich, ein weicher Putz oder sichtbare Durchbiegungen. Auch ein muffiger Geruch oder Tropfgeräusche ohne sichtbare Quelle sind ernst zu nehmen.

Wie schnell sollte man bei einem Verdacht handeln?

Am besten sofort, denn jede Stunde kann mehr Feuchtigkeit in Baustoffe eindringen. Wer zügig reagiert, begrenzt den Schaden oft deutlich und reduziert das Risiko für Schimmel und größere Reparaturen.

Kann eine Decke erst später Wasser zeigen?

Ja, das ist häufig der Fall. Wasser verteilt sich in Hohlräumen, Dämmung und Putz erst, bevor es sichtbar austritt, sodass die eigentliche Ursache schon länger bestehen kann.

Ist eine trockene Oberfläche ein sicheres Zeichen für Entwarnung?

Nein, eine trockene Oberfläche sagt wenig über den Zustand im Inneren aus. Feuchtigkeit kann sich in der Konstruktion halten und später erneut sichtbar werden, obwohl die Stelle oben trocken wirkt.

Welche Sofortmaßnahmen sind am sinnvollsten?

Zuerst Strom in der betroffenen Zone prüfen und bei Unsicherheit abschalten lassen. Danach Wasserzufuhr stoppen, die Stelle sichern, Möbel schützen und den Schaden mit Fotos dokumentieren.

Wie lässt sich prüfen, ob der Schaden von oben kommt?

Häufig helfen der Ablauf der Flecken, die Position zu Sanitärleitungen und ein Abgleich mit der Wohnung darüber. Ein Installateur oder eine Fachfirma kann Leitungen abdrücken, Messungen durchführen und verdeckte Leckagen besser eingrenzen.

Was tun, wenn Regen als Ursache in Frage kommt?

Dann sollte man Dach, Anschlussstellen, Balkon, Fugen und Fensteranschlüsse prüfen lassen. Bei starkem Niederschlag ist es wichtig, die Eintrittsstelle zu finden, weil sich das Wasser oft über Balken, Dämmung oder Randbereiche verteilt.

Welche Bereiche werden bei der Suche oft übersehen?

Oft bleiben Rohrdurchführungen, Silikonfugen, Heizungsleitungen, Abläufe und Übergänge an Wänden unkontrolliert. Auch Spülkästen, Waschmaschinenanschlüsse und die Abdichtung von Bad oder Küche werden zu selten geprüft.

Wann reicht Beobachten nicht mehr aus?

Sobald die Fläche größer wird, die Decke weich wirkt, Tropfen entstehen oder sich der Fleck ausbreitet, sollte man nicht mehr abwarten. Dann braucht es eine fachliche Prüfung, damit die Ursache nicht weiter unbemerkt bleibt.

Wie verhindert man Folgeschäden nach der ersten Maßnahme?

Wichtig sind kontrolliertes Trocknen, ausreichende Luftzirkulation und eine Prüfung, ob Dämmung oder Putz erneuert werden müssen. Wer die Ursache nur oberflächlich stoppt, riskiert später Schimmel, Geruchsbildung und erneute Feuchte.

Was ist bei Mietwohnungen zu beachten?

Der Schaden sollte sofort an Vermieter, Hausverwaltung und gegebenenfalls die Nachbarn über der betroffenen Wohnung gemeldet werden. Parallel dazu ist eine lückenlose Dokumentation sinnvoll, damit die weitere Klärung und die Schadensregulierung sauber laufen.

Fazit

Feuchtigkeit in der Decke ist ein Fall für schnelles Handeln, nicht für Abwarten. Je früher Ursache, Ausmaß und betroffene Bauteile geprüft werden, desto besser lassen sich Reparaturkosten und Folgeschäden begrenzen.

Wer die ersten Schritte richtig setzt, schützt die Bausubstanz und schafft die Grundlage für eine saubere Trocknung und Instandsetzung. Entscheidend ist, nicht nur den sichtbaren Fleck zu betrachten, sondern die gesamte Feuchtequelle im Blick zu behalten.

Zusammenfassung
  • Fenster regelmäßig stoßlüften, besonders nach einer Phase hoher Luftfeuchte.
  • Heizung moderat betreiben, damit die Luft Feuchtigkeit aufnehmen kann.
  • Möbel mit Abstand zur Wand stellen, damit Luft zirkulieren kann.
  • Teppiche, Matten oder lose Bodenbeläge entfernen, wenn sie nass geworden sind.
  • Bei stärkerem Durchfeuchten einen Bautrockner oder Fachbetrieb einsetzen lassen.

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